Vorbereitungen für Flüchtlings-Ankunft in Lünen laufen

Untergebracht in Wethmar

Die Stadt Lünen richtet sich darauf ein, noch an diesem Donnerstag 150 Flüchtlinge aufnehmen zu müssen. Wo sie wohnen werden steht bereits fest. Im Stadtteil Wethmar.

LÜNEN

, 23.07.2015, 10:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Betten werden vorbereitet.

Die Betten werden vorbereitet.

UPDATE 12:38 Uhr:

Seit dem frühen Morgen laufen die Vorbereitungen, um die ehemaligen Gemeinschaftshauptschule Wethmar auf die Ankunft von 150 Flüchtlingen vorzubereiten. Betten werden aufgestellt, Matratzen und Kissen hereingetragen, Kühlschränke geliefert. Jeweils acht bis zehn Flüchtlinge sollen sich einen Klassenraum teilen. Vor Schultafeln stehen jetzt Doppelstockbetten. Der Stab für Außergewöhnliche Ereignisse, der eigentlich für Großschadenslagen zuständig ist, hat 24 Stunden Zeit, aus dem ehemaligen Schulgebäude eine Notunterkunft zu machen. Sämtliche Organisationen arbeiten Hand in Hand.

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So bereitet sich Lünen auf den Flüchtlings-Ansturm vor

150 Flüchtlinge kommen nach Lünen in die leerstehende Hauptschule Wethmar. Einen Tag vorher liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wir haben sie dokumentiert.
23.07.2015
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Matratzen werden ins Schulgebäude gebracht.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Vor der Notunterkunft informieren Kristin Woesmann (v.l.), Andrea Wortmann und Celine Eckholt am Stand der Stadt Lünen die Anwohner.© Foto: Magdalene Quiruing-Lategahn
Abgesperrt ist die Einfahrt zur ehemaligen Gemeinschaftshauptschule Wethmar.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Vorbereitung auf die Flüchtlinge.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Das Deutsche Rote Kreuz ist vor Ort.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die Einsatzeinheit der Feuerwehr sorgt für die technische Logistik.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die Betten werden vorbereitet.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die Betten werden vorbereitet.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die Betten sind vorbereitet.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Betten stehen in Klassenzimmern.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Betten in Klassenzimmern.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Kissen stapeln sich im Flur.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Betten stehen in Klassenzimmern.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Betten stehen in Klassenzimmern.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Betten stehen in Klassenzimmern.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Betten stehen in Klassenzimmern.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Vorbereitungen für die Unterbringung von Flüchtlingen.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die ehemalige Gemeinschaftshauptschule Wethmar wird Notunterkunft für Flüchtlinge.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die ehemalige Hauptschule Wethmar wird zur Notunterkunft für Flüchtlinge.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
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Lünen entlastet Dortmunder Erstaufnahmestelle

Lünen ist als einzige Stadt im Kreis Unna vom Regierungspräsidenten ausgewählt worden, um die Erstaufnahme in Dortmund zu entlasten. Wie lange die Flüchtlinge bleiben, ist unklar. „Ziel ist es, Obdachlosigkeit der Menschen zu verhindern“, erklärt Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß.

Die gesamte Stadtspitze hat heute Morgen an der Pressekonferenz teilgenommen, um die Bevölkerung zu informieren. Der Bürgermeister ließ sich wegen eines wichtigen Termins in Köln entschuldigen. Um 14 Uhr tritt der Krisenstab erneut zusammen.

Info-Pavillon vor der Schule

Derweil hat die Stadt einen Info-Pavillon vor der Schule aufgebaut. Mitarbeiter informieren Anwohner über den aktuellen Stand. Nachbar Günther Tukay kam mit seinem Hund vorbei. „Das kommt ein bisschen unverhofft“, sagt er und ergänzt: „Aber wo sollen die Flüchtlinge auch hin.“. Eine Nachbarin fügt hinzu. „Eigentlich war schon fast klar, dass das leere Schulgebäude so genutzt wird“.  

Ursprungsartikel:

Die ehemalige Hauptschule Wethmar in der Dorfstraße wird zur Flüchtlingsunterkunft. Das kündigte Stadtsprecherin Simone Kötter an, als sie am frühen Morgen kurzfristig für 10 Uhr zu einer Pressekonferenz in die Hauptschule einlud.

„Die Unterbringung der Flüchtlinge erfolgt auf Anweisung der Bezirksregierung Arnsberg“, so Kötter. Lünen solle Erstaufnahmeeinrichtungen wie die in Dortmund-Hacheney entlasten. Hacheney war in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder wegen Überlastung zeitweise geschlossen worden, „um eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden“, wie es hieß.

Hauptschule steht seit dem Ferienbeginn leer

Als die Nachricht aus Arnsberg am Mittwoch in Lünen eintraf, rief die Stadt gegen 17 Uhr einen Krisenstab zusammen, um sich vorzubereiten. Er tagte bis 22 Uhr, unter dem Titel „SAE“:  Das steht für „Stab für Außergewöhnliche Ereignisse“.

Die Hauptschule Wethmar steht seit Beginn der Sommerferien leer. Bereits vor Jahren hatte der Rat die Schließung aufgrund rückläufiger Schülerzahlen beschlossen. Seitdem nahm die Schule keine neuen Schülerinnen und Schüler mehr auf. Die verbliebenen rund 80 Schüler besuchen nach den Sommerferien die Profilschule Lünen in Brambauer, ebenfalls eine Hauptschule.

Nähere Informationen folgen später

Wie lange das Schulgebäude zur Flüchtlingsunterkunft wird, das stehe noch nicht fest, so Stadtsprecherin Kötter. Nähere Informationen will die Stadt auf der Pressekonferenz geben. 

Weitere 122 Flüchtlinge sollen von Oktober 2015 bis Januar 2016, so der letzte Stand, in der Jugendherberge am Cappenberger See untergebracht werden.

Nach Abschluss der Pressekonferenz berichten wir weiter.

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