Vorbild Greta Thunberg: Erste Lüner Klima-Demo vor dem Rathaus

Ludwig-Uhland-Realschüler

Ludwig-Uhland-Realschüler demonstrierten am Samstag vor dem Rathaus. Ihr Vorbild: Tausende Schüler, die europaweit für die Rettung des Planeten demonstrieren: „Es gibt keinen Planeten B“.

Lünen

01.02.2019, 17:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vorbild Greta Thunberg: Erste Lüner Klima-Demo vor dem Rathaus

Schüler des 7er-Wahlpflichtkurses Biologie der Ludwig-Uhland-Realschule demonstrierten am Freitag auf dem Marktplatz für Klimaschutz. © Ludwig-Uhland-Realschule

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“: So richtig laut wurde es zwar nicht, als sich am Freitag Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses der Ludwig-Uhland-Realschule auf dem Marktplatz einfanden, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Doch das lag nicht etwa an fehlendem Engagement der Jugendlichen, sondern eher daran, dass der Kurs aus gerade einmal 15 Mädchen und Jungen des 7. Jahrgangs besteht, die sich zum ersten Mal öffentlich für ihre Interessen einsetzten und noch etwas schüchtern waren. Davon berichtete die Schule selbst am Freitagnachmittag.

Demnach stand im Biologieunterricht in den vergangenen Wochen das Thema Klimawandel auf dem Programm, und Leon (12) erzählte dabei von den Demonstrationen vieler Jugendlicher, die freitags die Schule schwänzen, um sich Gehör zu verschaffen.

Vorbild ist die Schwedin Greta Thunberg

Ihr Vorbild ist die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die diese Aktion ins Leben gerufen hat. Die Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses waren sofort Feuer und Flamme: „Können wir das nicht auch machen?“, schlug Alina (12) vor. Gesagt – getan. Aller-dings war man sich schnell einig, dass nicht geschwänzt werden sollte. Also wurden die Biologielehrerin Barbara Fiesel und Schulleiter Benjamin Müller ins Boot geholt, die das Vorhaben ohne zu zögern unterstützten.

Dann ging es an die Vorbereitungen: die Demonstration wurde angemeldet, das Ordnungsamt informiert. Und die Schüler malten mit Feuereifer Plakate.

„Es gibt keinen Planeten B!“, war da zu lesen, und „Warum zur Schule gehen, wenn es keine Zukunft gibt?“

Die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Uhland-Realschule finden allerdings, dass es nicht reicht, die Politiker zum Handeln aufzurufen. „Wir alle können und müssen auch selbst etwas tun“, sagt Giuliana (12). So haben einige der Jugendlichen z.B. bereits die Zeit reduziert, die sie unter der Dusche verbringen. Andere achten darauf, das Licht auszuschalten, wenn es nicht gebraucht wird, oder sie drehen die Heizung herunter.

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