Vorsicht mit Kerzen und Lichterketten: Lüner Feuerwehr gibt Tipps

Tipps für die Adventszeit

Lichterketten und Kerzen gehören zur Adventszeit wie das Ei zum Osterhasen - doch sie bergen Gefahren. Die Lüner Feuerwehr gibt Tipps zum richtigen Gebrauch, damit es keine Unfälle gibt.

Lünen

, 14.12.2020, 14:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vorsicht mit dem Adventskranz: Die Lüner Feuerwehr gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Kerzen und brennbarer Deko.

Vorsicht mit dem Adventskranz: Die Lüner Feuerwehr gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Kerzen und brennbarer Deko. © picture-alliance/ dpa

Kerzen sorgen für eine weihnachtliche Stimmung in der Advents- und Weihnachtszeit, können aber auch zu Gefahrenquellen werden, warnt die Lüner Feuerwehr. Grundsätzlich dürfen brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt bleiben – schon gar nicht, wenn Kinder allein im Zimmer sind. Besonders zu beachten ist, dass an Weihnachten der Adventskranz und andere Gestecke schon länger in der Wohnung stehen und dadurch sehr trocken sind: Ihre Zweige fangen schnell Feuer. Auch der Weihnachtsbaum sollte deswegen so spät wie möglich in das warme Zimmer geholt werden, empfiehlt die Feuerwehr.

Sicherheitskerzen am Weihnachtsbaum

Zu den Grundregeln gehört auch, darauf zu achten, dass Kerzen einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Vorhängen und Gardinen haben. Generell sollte kein brennbarer Baumschmuck verwendet werden. „Wenn es echte Kerzen sein sollen, kann auch zu Sicherheitskerzen gegriffen werden. Sie haben einen vor dem Kerzenboden endenden Docht, was die Flamme von allein erlöschen lässt“, sagt Stephan Dörnbrack, kommissarischer Leiter der Lüner Feuerwehr. Auf keinen Fall gehören Wunderkerzen in die Nähe von Adventsgestecken und Weihnachtsbäumen.

Immer den Eimer parat halten

Nicht nur offenes Feuer kann gefährlich werden: Auch bei elektrischen Lichterketten ist Aufmerksamkeit angebracht. Sie sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht. Zudem sollte man darauf achten, dass die Steckdosen durch die Verwendung von Lichterketten nicht überlastet werden.

Für den Fall, dass doch etwas passiert, empfiehlt die Feuerwehr, immer ein Gefäß mit Wasser griffbereit zu halten, denn einen 10-Liter-Eimer mit Wasser zu füllen, dauert mit einem normalen Wasserhahn etwa eine Minute. Das kann im Ernstfall zu lange sein. Für den Fall der Fälle sollten auch die Fluchtwege frei sein: Fenster, Türen, Flure und Treppen dürfen deshalb nicht verstellt werden.

Öl nie mit Wasser löschen

Auch in der Küche lauern Gefahren: Heißes Öl in der Pfanne darf niemals mit Wasser gelöscht werden. „Ein Löschversuch mit Wasser kann zu einer gefährlichen Fettexplosion führen“, sagt Stephan Dörnbrack. Wenn es brennt: Deckel auf den Topf oder die Pfanne und runter vom Herd damit. Ein fest sitzender Deckel erstickt das Feuer.

Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung. Als Minimal-Schutz sollte in Wohnungen und Häusern unbedingt in den Fluren und Schlafräumen jeweils ein Rauchmelder installiert werden. Wenn es brennt, sollte niemand zögern, unter der 112 die Feuerwehr zu rufen. Dann gilt es, Ruhe zu bewahren, zügig den Brandraum zu verlassen, die Tür zu schließen und die Einsatzkräfte bei ihrem Eintreffen einzuweisen.

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