Warum am 13. Januar Tag des heiligen Gottfrieds ist

Streitbarer Ritter

Der 13. Januar ist Gedenktag für Gottfried von Cappenberg. Der streitbare Ritter legte zunächst den Dom zu Münster in Schutt und Asche, gab später jedoch sein ganzes Hab und Gut zugunsten der Kirche auf. Wir zeigen in einer Fotostrecke, wie Gottfried in der Cappenberger Kirche dargestellt wird.

CAPPENBERG

, 13.01.2016, 06:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gottfried von Cappenberg beschließt 1122, seinen Besitz des gerade in der Entstehung begriffenen Prämonstratenserordens zu schenken und ist nun in der Cappenberger Kirche verewigt.

Gottfried von Cappenberg beschließt 1122, seinen Besitz des gerade in der Entstehung begriffenen Prämonstratenserordens zu schenken und ist nun in der Cappenberger Kirche verewigt.

Vom Ritter...

Gottfried von Cappenberg war Oberhaupt einer der reichsten und einflussreichsten Familien des Reiches: das Geschlecht der Salier und Staufer. 1121 legte er noch in einem Streit zwischen Kaiser und Papst den Dom zu Münster in Schutt und Asche.

... zum Heiligen

Nur ein Jahr später, 1122, lernte er den heiligen  Norbert  kennen, was ihn tief beeindruckte. Kurzerhand überschrieb er seinen gesamten Besitz dem gerade entstehenden Prämonstratenserorden, darunter die Höfe Werne, Nette, Alstedde, Heil und Cappenberg. Am 13. Januar 1127 starb er mit Anfang 30 - und lebt heute in einer Stiftung fort.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Wie der heilige Gottfried in der Cappenberger Kirche dargestellt wird

Jugendlich lächelnd schaut Graf Gottfried in der Cappenberger Kirche aus allen Ecken Besucher an: Er kann nicht anders, sein Antlitz ist an vielen Stellen in Stein dort verewigt. Im Jahr 1122 verschenkte der Graf sein Vermögen und machte mit dem Prämonstratenser-Orden Geschichte als geistliche Autorität und Großgrundbesitzer. Nach der Verstaatlichung von Kirchengüter durch die Preußen kehrte der Orden vor 40 Jahren zurück - als Seelsorger. Dem Ordensmann selbst sind viele Abbildungen in der Cappenberger Kirche gewidmet.
07.05.2014
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Auch im großen Kirchenfenster hat Gottfried von Cappenberg seinen Platz.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Gottfried von Cappenberg beschließt 1122, seinen Besitz des gerade in der Entstehung begriffenen Prämonstratenserordens zu schenken: die wirtschaftiche Basis für die weitere Entwicklung der Gemeinschaft. In der Cappenberger Kirche erinnern gleich mehrere künstlerische Darstellungen daran - wie hier am Hochaltar.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Auch am Reliquienschrank im Chorraum der Stiftskirche Cappenberg ist eine künsterische Darstellung des Stifters zu finden.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Die Brüder Gottfried und Otto von Cappenberg - heute ist nicht mehr auszumachen, wer wer ist - zieren dieses Epitaph in der Kirche.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Auch im geschnitzten Chorgestühl der Stiftskirche, das zwischen 1509 und 1520 entstand und zu den reichsten in ganz Westfalen zählt, ist Gottfried von Cappenberg verewigt.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Noch eine Gottfried-Darstellung aus der Stiftskirche Cappenberg. Eine tatsächliche Ähnlichkeit dürfte keine der Skulpturen und Schnitzereien aufweisen. Die Künstler schufen ihre Werke deutich nach Gottfrieds Tod im Jahr 1127.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Die Grabplatte, wohl vom Ende des 13. Jahrhunderts, mit einer liegenden, detailreich gewandeten Rittergestalt, die traditionell als Gottfried von Cappenberg gedeutet wird, befindet sich unter einer fialengerahmten Rundbogenarkade, die von Engeln gekrönt ist. Die Figur ist überlebensgroß und befindet sich in einer streng frontalen, unbewegten Haltung.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Die Prämonstratenser vor Ort: Pater Altfried Kutsch (r., 57) und P. Norbert Rebmann (82) vor der romanischen Klosterkirche. Von 1122 bis 1802/03 waren Prämonstratenser auf demselben Gelände ansässig. Nach der Säkularisierung fielen Kloster und Kirche an den preußischen Staat, bis der Freiherr vom Stein das Gelände - bis auf die Kirche - übernahm. Seit 40 Jahren wohnen Prämonstratenser wieder im Pfarrhaus und leiten die Gemeinde.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
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Mehr Informationen zu Gottfried gibt es .

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