Warum die Dekra in Lünen und Umgebung nicht nur Autos prüfen wird

mlzNeue Außenstelle

Das Ziel, 2019 die neue Lüner Dekra-Außenstelle zu eröffnen, wird realisiert. An der Borker Straße laufen die letzten Arbeiten in den neuen Gebäuden. Geprüft werden künftig nicht nur Autos.

Nordlünen

, 20.10.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jens Vieting, Niederlassungsleiter der Prüfgesellschaft Dekra in Dortmund, ist zufrieden. „Vor zwei Wochen wurden die fünf Module für die neue Außenstelle in Lünen geliefert“, erzählt er vor Ort an der Borker Straße.

Dort verkündet seit Monaten ein großes Schild, dass die Dekra noch 2019 auch in Lünen Prüfungen durchführen wird. Und dieses Ziel wird auch erreicht, ist sich Vieting sicher: „Wir wollen am 9. Dezember eröffnen.“

Von Werl bis Bochum und von Lünen bis Schwerte

Dann hat die Niederlassung Dortmund ihre fünfte Außenstelle. Neben Dortmund-Nord, Werl, Bochum und Hamm. Zuständig ist die Niederlassung für die Bereiche von Werl bis Bochum in ost-westlicher Richtung und bald von Lünen bis Schwerte in nord-südlicher Achse.

Die Dekra-Cubes, wie die Außenstellen genannt werden, bestehen aus Fertigbauteilen, die für die bundesweit tätige Prüfgesellschaft in Bayern gebaut werden. Für Lünen sind es fünf Module - ein Büro-Modul und je zwei Module für die beiden Prüfstraßen. „Bei den Prüfstraßen wurde jeweils das Dach und das Gebäudeteil mit Wänden und Boden geliefert“, so Vieting.

Warum die Dekra in Lünen und Umgebung nicht nur Autos prüfen wird

Die Prüfstraßen werden derzeit mit der notwendigen Technik ausgestattet. Jens Vieting freut sich auf die Eröffnung am 9. Dezember. © Beate Rottgardt

Hier wurden nun noch die Hebebühnen, die Bremsprüfstände und die Rolltore eingebaut. Derzeit kommen noch die notwendigen technischen Geräte hinzu, die von Mitarbeitern einer Spezialfirma geliefert werden.

Geliefert werden auch noch Möbel für den Büroteil. Der kam ansonsten komplett mit Fußboden, Wänden, Decke, Toilette und kleiner Küchenzeile aus Bayern an die Borker Straße. „Hier war kein Innenausbau mehr nötig“, sagt der Niederlassungsleiter.

Große Palette an Dienstleistungen

Er erläutert, warum sich die Dekra entschieden hat, in Lünen eine Außenstelle zu errichten: „Die Stadt hat 89.000 Einwohner, dazu kommen die umliegenden Gemeinden, das sind schon eine Menge Fahrzeuge.“ Die Dekra bietet die normale Hauptuntersuchung und die Abgasuntersuchung vor Ort an.

Mitarbeiter werden aber auch in umliegende Werkstätten fahren und dort die Prüfung durchführen. „Jetzt müssen die Kollegen nicht mehr aus Dortmund-Nord kommen, haben weniger Fahrtzeit“, so Vieting.

Zu den Dienstleistungen gehören aber auch Schadensgutachten nach Unfällen, die Bewertung von Gebrauchtfahrzeugen und das Prüfen von Anbauteilen und nachträglicher Veränderung an Fahrzeugen sowie der Eintrag von spezifischen Teilen in den Kfz-Schein.

Industriegeschäft läuft auch bald von Lünen aus

Doch die Dekra kümmert sich nicht nur um Prüfungen rund um Autos oder LKW. „Wir bedienen künftig von Lünen aus auch das Industriegeschäft in der Region“, so Vieting. Dazu gehören die vorgeschriebenen Kontrollen von Aufzügen, elektrischen Anlagen sowie Feuerlöschanlagen.

Aber auch die so genannte Bauwerksprüfung. Dafür beschäftigt die Prüfgesellschaft eigene Bauingenieure. Sie erstellen beispielsweise auch Gutachten für Gerichte und Versicherungen und schauen sich Schadensfälle bei Bauten an. Auch sie werden ihre Basis für Einsätze in Lünen und Umgebung an der Borker Straße haben.

Anlaufstelle für alle Dekra-Prüfer in der Region

Fest am Standort Lünen werden zwei Prüfer sein. Ihre Kollegen, die die Werkstatt-Prüfungen oder die Bauwerks- und Industrieprüfungen durchführen, haben ihre Anlaufstelle ebenfalls dort.

Damit der Eröffnungstermin am 9. Dezember realisiert werden kann, habe man einen Monat Puffer eingebaut, in dem die abschließenden Arbeiten erledigt werden können. „Wir liegen gut im Zeitplan“, so der Niederlassungsleiter.

Und kündigt auch an, dass sich die Kunden in den ersten Wochen nach Neueröffnung auf kleine Überraschungen freuen dürfen. Die Überraschung für die Kinder der Kunden verrät er schon: „Eine leuchtend rote Kappe, damit man sie auch gut sieht.“

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