Warum es sich doch lohnt, gute Vorsätze zu fassen

mlzMeinung am Mittwoch

In „Meinung am Mittwoch“ haben Gastautoren das Wort. Sie schreiben über Themen, die ihnen wichtig sind. Heute befasst sich Vanessa Bliecke mit guten Vorsätzen.

von Vanessa Bliecke

Lünen

, 02.01.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Jahr 2019 hat gerade begonnen und die guten Vorsätze warten darauf, umgesetzt zu werden. Damit ist leider auch die Zeit vorbei, in der man mit guten Gewissen sämtliche Besserungsvorhaben einfach auf das neue Jahr verschieben kann.

Jetzt hat die Zeit begonnen, in der vermehrte Werbung über Nahrungsergänzungsmittel, Fitnessstudios und gesunde Ernährungspraktiken uns daran erinnern, dass wir ja eigentlich vorhatten, unseren inneren Schweinehund zu überwinden. Warum aber haben wir jedes Jahr die gleichen Vorsätze und scheitern so oft daran, sie umzusetzen? Sind unsere Ansprüche zu hoch? Fehlt es uns an Durchhaltevermögen? Sind uns unsere Vorsätze eigentlich gar nicht so wichtig?

Nach der Verdrängung kommt die Resignation

Schaut man sich den typischen Verlauf dieser Vorsätze an, hat das Ganze ja fast etwas Komisches an sich: Während man bis zur Jahresmitte immer mal wieder kleinere Versuche unternimmt, seine Vorsätze doch noch umzusetzen, gewinnt im letzten Drittel des Jahres nach einer längeren Phase der Verdrängung die Resignation und die „ im neuen Jahr wird das alles besser“ Mentalität nimmt überhand. Fängt das neue Jahr dann erst an, starten wir oft viel zu übermotiviert mit der Realisierung unserer Vorsätze. Schnell merken wir jedoch, dass wir uns damit etwas übernommen haben und schrauben unsere Ansprüche wieder etwas herunter.

Sind Vorsätze zum Scheitern verurteilt?

Meistens schrauben wir dann aber die nächsten Monate fleißig weiter, bis von unseren Vorsätzen nicht mehr viel übrig ist. Dann sind wir auch schon wieder in der Jahresmitte angekommen und das Spielchen geht von vorne los. Das Ganze klingt frustrierend und man fragt sich, ob unsere Neujahrsvorsätze nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind.

Wir brauchen einen Anlass, die Komfortzone zu verlassen

Doch ich möchte an die symbolische Kraft des neuen Jahres glauben. Oft brauchen wir einen Anlass, um unsere Komfortzone zu verlassen und etwas an unserem Verhalten zu ändern. Der Jahreswechsel bietet die perfekte Gelegenheit, um das vergangene Jahr zu reflektieren und die Vorsätze mit neuem Tatendrang und neuer Motivation anzugehen.

Obwohl es bei mir mit den Vorsätzen die letzten Jahre nicht so gut geklappt hat, habe ich mir auch dieses Jahr wieder neue Vorsätze gemacht und ich freue mich darauf, diese entweder endlich umzusetzen oder auch dabei zu scheitern. Denn mit jedem ernst gemeinten Vorsatz, den wir uns machen, kommen wir der Person, die wir gerne sein würden, doch zumindest ein bisschen näher. Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr 2019!

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