Fragen und Antworten

Was ist eigentlich der Integrationsrat und wer wählt ihn?

Am 13. September werden in Lünen nicht nur der Rat und ein Bürgermeister gewählt: Auch die Wahl für einen neuen Integrationsrat steht an. Wir klären dazu die wichtigsten Fragen.
Etwa 4900 Selmer haben sich für die Briefwahl entschieden. © dpa

Wenn die Lüner am 13. September an die Wahlurne schreiten, bekommen viele von ihnen einen zusätzlichen Stimmzettel ausgehändigt. Mit diesem wird über den Lüner Integrationsrat abgestimmt. Wir erklären Ihnen alles, was Sie dazu wissen müssen.

Was ist der Integrationsrat?

Der Integrationsrat ist die kommunale Interessenvertretung aller Lüner mit Migrationshintergrund und setzt sich insbesondere für politische Partizipation, Chancengleichheit sowie Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit ein.

Der Integrationsrat hat eine beratende Funktion bei integrationspolitischen Belangen und Problemen und kann so auf die entsprechenden Entscheidungen des Rates und seiner Gremien Einfluss nehmen.

Wie der Rat der Stadt wird auch der Integrationsrat für fünf Jahre gewählt.


Wer darf den Integrationsrat wählen?

In Lünen sind laut Angaben der Stadt in diesem Jahr 22.031 Menschen berechtigt, den Integrationsrat zu wählen. Wahlberechtigt sind alle Ausländer, die am Wahltag 16 Jahre alt sind und sich seit mindestens einem Jahr im Bundesgebiet rechtmäßig aufhalten und mindestens seit dem sechzehnten Tag vor der Wahl in Lünen ihre Hauptwohnung haben.

Außerdem dürfen nichtdeutsche EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie Aussiedlerinnen und Aussiedler an der Wahl teilnehmen.

Deutsche sind wahlberechtigt, wenn sie ihre deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten haben, wenn sie neben der deutschen auch eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen oder wenn sie als Kinder ausländischer Eltern ihre deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt in Deutschland erworben haben.

Wie wird gewählt?

Die Wahlbenachrichtigung zur Integrationsratswahl ist allen Wahlberechtigten zugeschickt worden. Die Wahl findet am 13. September in den gleichen Wahllokalen statt wie die Kommunalwahl. Auch für die Integrationsratswahl ist Briefwahl möglich.

Die Briefwahlunterlagen können unter www.luenen.de/wahlschein noch bis zum 10. September um 12 Uhr bestellt werden.

Die Wähler entscheiden sich mit ihrem Kreuz für sogenannte Listen, in der sich mehrere Kandidaten zusammengeschlossen haben, oder für Einzelbewerber.

Der Lüner Integrationsrat hat insgesamt 21 Mitglieder: Zwei Drittel (14 Mitglieder) sind direkt gewählte Migrantenvertreter. Davon entfallen aktuell 6 Sitze auf die Liste „Prosozial“, 4 Sitze auf „Lichtblicke für Frauen“, 3 Sitze auf „Die Unabhängigen“ und ein Mitglied gehört der „Kurdischen Liste“ an.

Wie setzt sich der Integrationsrat zusammen?

Ein Drittel des Integrationsrates (7 Mitglieder) sind aus dem Rat der Stadt entsandte stimmberechtigte Ratsmitglieder.

Die Mitglieder tauschen sich regelmäßig und auf Augenhöhe aus, unter anderem zur Chancengerechtigkeit und der gleichberechtigten Teilhabe am Leben in Lünen sowie zu generellen Fragen der Migration und Integration. Bei der diesjährigen Integrationsratswahl stehen acht Listen sowie ein Einzelbewerber zur Wahl. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Integrationsratswahl 2014, als vier Listen auf dem Stimmzettel waren.



Wer steht am 13. September zur Wahl?

Die Listen, die für den Integrationsrat zur Wahl stehen sind: „Prosozial“, „Lichtblicke für Frauen“, „Die Unabhängigen“, „Vielfalt“, „Kulturgesellschaft ‚Russkij Dom‘“, „Internationale Liste“, „Hand in Hand“ sowie „Sozialdemokratische Migranten“. Dazu kommt ein Einzelbewerber unter dem Namen „Ararat“.

Allgemeine Informationen zur Integrationsratswahl gibt es im Internet unter www.integrationsratswahlen.nrw. Fragen zur Lüner Integrationsratswahl beantwortet die Geschäftsführerin des Integrationsrats, Dr. Aysun Aydemir, unter der Telefonnummer 02306 104-1524 oder der E-Mail-Adresse aysun.aydemir.02@luenen.de.

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