Wegen vieler Anfragen setzt VKU mehr Busse im Lüner Schülerverkehr ein

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Aus Angst vor Corona-Infektionen gab es zu Beginn dieses Schuljahres besonders viele Anfragen nach zusätzlichen Schulbussen. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) kam dem teilweise nach.

Lünen

, 04.09.2020, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schüler stehen stehen früh morgens auf dem Weg zur Schule meist dichtgedrängt in den Bussen. Unschön in Zeiten von Corona, in denen die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern als wichtiges Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus gesehen wird.

„Für den Bereich Lünen und Selm gab es 20 Reaktionen, überwiegend von Eltern, allerdings mit Überschneidungen“, meldet Andreas Feld, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement bei der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) auf Anfrage. Reine Lüner Zahlen konnte er nicht angeben.

Zusatzfahrten sind zeitlich begrenzt

Nachdem die Anträge eingegangen waren, wurde der Bedarf von der VKU überprüft, die Schulträger, also die Stadt, konnten die Leistungen bestellen und bekamen vom Land NRW Geld dafür. Von Seiten der VKU sei man in den ersten zehn Tagen nach Schuljahresbeginn jedem Hinweis nachgegangen und habe die dringlichsten Strecken herausgesucht. Im Ergebnis fahren in Lünen nun vier zusätzliche Verbindungen: „Die Linien C1, C5, 107 und 109 werden momentan zu bestimmten Zeiten in der Verkehrsspitze verstärkt“, so VKU-Sprecherin Inga Fransson. „Die Verstärkerfahrten entlasten die Verkehre von und zu der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, dem Förderzentrum, dem Stein Gymnasium und der Geschwister Scholl Gesamtschule.“

Verstärkerfahrten

Um diese Linien handelt es sich konkret

  • C1: ZOB nach Brambauer Verkehrshof, 7.20 Uhr – 7.40 Uhr
  • 109: Realschule Brambauer nach Geschwister-Scholl-Gesamtschule, 7.40 Uhr – 8.10 Uhr
  • C5: Dortmund-Eving nach Seelhuve, 7.27 Uhr – 7.50 Uhr
  • 107: Verkehrshof Brambauer- Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, 7.39 Uhr - 8.05 Uhr
  • C5: Dammwiese nach Do-Eving, Dienstag und Freitag, 13.50 Uhr – 14.07 Uhr

„Das sind die aktuellen Verstärkerfahrten, an denen sich aber jederzeit etwas ändern kann“, fügt sie hinzu.

Fahrer und Fahrzeuge sind knapp

Warum kurzfristige Änderungen vorbehalten sind, erklärt Verkehrsmanager Andreas Feld: „Momentan werden für diese vier Fahrten, die nur über anderthalb Stunden am Morgen stattfinden, von Fahrern abgedeckt, die eigentlich in der Verwaltung arbeiten, aber auch die Fahrerlizenz haben. So häufen sie Überstunden an, die irgendwann wieder abgebaut werden müssen.“ Für diese kurze Zeitspanne am Morgen jemanden einzustellen, lohne sich nicht und sei wegen des Busfahrermangels auch schwierig. Außerdem sei die Zahl der einsatzfähigen Busse begrenzt. „Momentan mieten wir zwei Fahrzeuge an, zwei kommen aus unserer Reserve“, so Feld.

„Damit ist unsere Reserve aber aufgebraucht und wenn sie irgendwo anders gebraucht werden, müssen sie eventuell da eingesetzt werden.“

Die Zusatzbusse sollen zunächst bis zu den Herbstferien fahren. Als Notfallplan gibt es die Möglichkeit, Busse zu nutzen, die nicht für den Linienverkehr geeignet sind. Reisebusse kämen aber nicht in Frage: „Die sind derzeit abgemeldet, und der Aufwand einer Anmeldung ist sehr hoch. Darüber hinaus hofft Andreas Feld, dass die Schulen bis dahin die Stundenpläne so überarbeitet haben, dass es versetzte Anfangszeiten gibt. „Und außerdem“, so sagt er, „gibt es zu Schuljahresbeginn immer Unruhe. Das muss sich immer erst mal zurecht ruckeln.“

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