Weihnachten ohne Brände: Tipps der Feuerwehr Lünen

Gefahrenquellen

Kerzen sorgen für eine weihnachtliche Stimmung in der Advents- und Weihnachtszeit, können aber auch zu einer echten Gefahr werden. Die Feuerwehr gibt Tipps, wie das nicht passiert.

Lünen

21.12.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weihnachten ohne Brände: Tipps der Feuerwehr Lünen

Die Feuerwehr Lünen gibt Tipps, damit es am Weihnachtsfest nicht zu bösen Überraschungen kommt. © dpa

Grundsätzlich dürfen brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt bleiben – schon gar nicht, wenn Kinder allein im Zimmer sind. Besonders zu beachten ist, dass an Weihnachten der Adventskranz und andere Gestecke schon länger in der Wohnung stehen und dadurch sehr trocken sind: Ihre Zweige fangen sehr schnell Feuer. Auch der Weihnachtsbaum sollte deswegen so spät wie möglich in das warme Zimmer geholt werden, empfiehlt die Feuerwehr.

Keine Kerzen und Strohsterne kombinieren

Zu den Grundregeln gehört auch, darauf zu achten, dass Kerzen einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Vorhängen und Gardinen haben. Generell sollte kein brennbarer Baumschmuck verwendet werden: Die Kombination von echten Kerzen und Strohsternen ist beispielsweise aus Sicht der Feuerwehr nicht empfehlenswert. Wenn es echte Kerzen sein sollen, kann auch zu Sicherheitskerzen gegriffen werden. Sie haben einen vor dem Kerzenboden endenden Docht, was die Flamme von allein erlöschen lässt. Auf keinen Fall gehören Wunderkerzen in die Nähe von Adventsgestecken und Weihnachtsbäumen.

Aber nicht nur offenes Feuer kann gefährlich werden: Auch bei elektrischen Lichterketten ist Aufmerksamkeit angebracht. Sie sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Steckdosen durch die Verwendung von Lichterketten nicht überlastet werden.

Für den Fall, dass doch einmal etwas passiert, empfiehlt die Feuerwehr, immer ein Gefäß mit Wasser griffbereit zu halten. Für den Fall der Fälle sollten auch die Fluchtwege frei sein: Fenster, Türen, Flure und Treppen dürfen deshalb nicht verstellt werden.

Achtung auch bei heißem Fett in der Pfanne

Gefahren gibt es nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in der Küche. Bei der Zubereitung von Gans und anderen festlichen Gerichten sollte immer bedacht werden, dass brennendes Fett in Pfannen oder Fritteusen nie mit Wasser gelöscht werden darf. Ein Löschversuch mit Wasser kann zu einer gefährlichen Fettexplosion führen. Wenn es brennt: Deckel auf den Topf oder die Pfanne und runter vom Herd damit. Ein fest sitzender Deckel erstickt das Feuer.

Rauchwarnmelder in der Wohnung warnen die Bewohnerinnen und Bewohner und verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel. Als Minimal-Schutz sollte in Wohnungen und Häusern unbedingt in den Fluren und Schlafräumen jeweils ein Rauchmelder installiert werden. Wenn es brennt, sollte niemand zögern, unter der 112 die Feuerwehr zu rufen. Dann gilt es, Ruhe zu bewahren, zügig den Raum, in dem es brennt, zu verlassen, die Tür zu schließen und die Einsatzkräfte bei ihrem Eintreffen einzuweisen.

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