Weihnachtsmarkt: Diskussionen um „Terror-Stopper“

„Big Bags“ in Lünen

Manche Bürger bezweifeln Wirkung der sogenannten „Big Bags“ in der Lüner Fußgängerzone. Die Stadt rechtfertigt die Maßnahme zum Weihnachtsmarkt – und nennt die Gründe dafür.

Lünen

, 28.11.2017, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sechs „Big Bags“ stehen in Höhe Tobiaspark. Sie wurden nachträglich mit Tannen versehen, um den optischen Eindruck etwas weihnachtlicher zu machen.

Sechs „Big Bags“ stehen in Höhe Tobiaspark. Sie wurden nachträglich mit Tannen versehen, um den optischen Eindruck etwas weihnachtlicher zu machen. © Peter Fiedler

Tonnenschwere Sandsäcke, so genannte Big Bags, sind vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes an beiden Enden der Fußgängerzone aufgestellt worden. Sie sollen Terroranschläge mit Fahrzeugen verhindern. Im Sozialen Netzwerk Facebook wird kontrovers darüber diskutiert. Manche Bürger finden die Big Bags lächerlich. Denn sie seien so angeordnet, dass man trotzdem in die Fußgängerzone fahren könne.

Zwei Ansprüchen gerecht werden


Die Stadt rechtfertigt die Maßnahme auf Anfrage damit, dass die Anordnung der Big Bags zwei Ansprüchen gerechet werden müsse. „Hierbei soll vor allem verhindert werden, dass durch eine uneingeschränkte Durchfahrtmöglichkeit hohe Geschwindigkeiten mit den Fahrzeugen erzielt werden können. Die Big Bags schränken die Einfahrtmöglichkeiten in die Fußgängerzone deshalb möglichst weitgehend ein“, teilte Sprecherin Marie-Christin Lux mit. Andererseits müsse aber auch gewährleistet werden, dass Rettungsfahrzeuge und Lieferverkehr „in die Innenstadt einfahren können“.

FDP meint: „Große Verunsicherung“


Die Lüner FDP hat sich auch zum Thema geäußert: An Sicherheitsmaßnahmen führe leider kein Weg vorbei, aber die Umsetzung mit Hilfe der Big Bags sorge „für große Verunsicherung“ bei Bürgern. Die FDP wolle versuchen, alle offenen Fragen mit der Stadt zu klären.

Weihnachtsbäume zur Dekoration


Wenige Tage nach Aufstellung der 1,2 Tonnen schweren Big Bags hat die Stadt die Säcke mit Weihnachtsbäumen drapiert. Sie erklärte, so werde die Sicherheitsmaßnahme besser in die optische Gestaltung des Weihnachtsmarktes integriert.

Lesen Sie jetzt