Wildwuchs der Plakate soll in Lünen gestutzt werden

Ratsbeschluss

LÜNEN Nach der Wahl ist vor der Wahl: Ein Wildwuchs der Plakate wie im Kommunalwahlkampf soll sich möglichst nicht wiederholen.

von von Peter Fiedler

, 08.10.2009, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Friedhelm Schroeter

Friedhelm Schroeter

Darin waren sich gestern, in der letzten Ratssitzung der zu Ende gehenden Legislaturperiode, eigentlich alle Politiker einig. Dieter God (Statt-Partei) hatte das Thema per Antrag auf die Tagesordnung gesetzt. Die Verwaltung soll nun geeignete Möglichkeiten prüfen - bis hin zum Ordnungsgeld für Parteien, die ihre Plakate nach der Wahl nicht schnell genug wieder abhängen.

Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick empfahl den Parteien bzw. Wählergemeinschaften freiwillige Selbstbeschränkung als Option.

Eine Reihe von Beschlüssen arbeiteten die Kommunalpolitiker noch ab, bevor sie sich am Abend zur Abschlussfeier im Hilpert-Theater trafen. Dort wurden langjährige bzw. ausscheidende Ratsmitglieder geehrt und verabschiedet.

Ausnahmepolitiker Schroeter Bürgermeister Stodollick verlas die Namen bereits in der Ratssitzung und hob dabei vor allem den CDU-Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Schroeter  hervor, den er als Ausnahmepolitiker würdigte.

"Kommunalpolitik ist wie ein zweites Arbeitsverhältnis, aber sie macht auch große Freude", erklärte Schroeter, der nach 40 Jahren im Rat und 28 Jahren an der Spitze seiner Fraktion das Stadtparlament verlässt. Die Politik habe sein Leben bereichert und er habe Freunde über Parteigrenzen hinaus gewonnen, betonte er."Die Zusammenarbeit der Vernünftigen" organisieren

Seiner designierten Nachfolgerin Annette Droege-Middel wünschte er eine glückliche Hand und riet Bürgermeister Stodollick, im neuen Rat "die Zusammenarbeit der Vernünftigen" zu organisieren.

Von Tränen wurde Schroeter übermannt, als er sich am Ende seiner Abschiedsworte bei treuen Weggefährten, vor allem aber bei seiner Frau Beate bedankte.

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