„Wir brauchen hier alle, die Bock haben, Brambauer nach vorne zu bringen“

mlzZukunftswerkstatt in Brambauer

Mit Hilfe der Bevölkerung will ein munteres Team aus Brambauer Lünens größten Stadtteil weiter nach vorne bringen. Dazu fand ein erstes Treffen im Bürgerhaus statt. Die Resonanz war riesig.

Brambauer

, 28.02.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das erste Treffen der erst vor wenigen Tagen ins Leben gerufenen „Zukunftswerkstatt Brambauer 2030“ war ein voller Erfolg. Im Saal des Bürgerhauses an der Yorckstraße war Dienstagabend (26.) kein Platz mehr frei.

Rund 150 Einwohner waren der Einladung der Initiatoren für eine Bestandsaufnahme getreu dem Motto „Was ist in Brambauer gut, was ist verbesserungswürdig?“ gefolgt.

Das Treffen dauerte rund anderthalb Stunden, von „18.28 Uhr bis 20 Uhr“, und war nach Meinung von Organisatoren und Teilnehmern ein voller Erfolg. Letztere spendeten am Ende der Veranstaltung reichlich Applaus und gingen mit der Hoffnung nach Hause, „dass sich hier in Brambauer richtig was tut“. Ideen dazu hatten sie zuvor reichlich geliefert.

„Wir brauchen hier alle, die Bock haben, Brambauer nach vorne zu bringen“

Was ist gut, was ist schlecht in Brambauer? Die Antworten darauf wurden an Pinnwänden gesammelt. © Storks

An vier Tischen sammelten die Werkstattmacher rund um Brami-Chef Michael Ristovitch, Christoph Haumann, Thomas Arnold, Andreas Dahlke und anderen Engagierten Kritik und Lob zur den vier Themen Wohnen, Mobilität, Einkaufen und Freizeit ein.

Dabei kam unter anderem heraus, dass es mit der Sauberkeit an einigen Stellen in Brambauer nicht weit her ist, dass Rad- und Gehwege teilweise in einem miserablen Zustand sind, dass es zu viele Leerstände und erst recht kein Schuhgeschäft gibt, dass ein Schwimmbad fehlt und viele Spielplätze ein Face-Lifting gebrauchen könnten.

Wo ist die Polizei?

Bemängelt wurde auch die fehlender Polizeipräsenz, der Mangel an Angeboten für Jugendliche, die mitunter miserable Parkplatzsituation und die „zum Teil unverschämt hohen Ticket-Preise im öffentlichen Personen-Nahverkehr in Richtung Dortmund“.

Wer jetzt meint, es wurde nur gemeckert, der irrt. Es wurde sehr deutlich, dass die Anwesenden an ihrem Stadtteil hängen. „Sonst wären wir ja gar nicht hier“, war mehrfach zu hören und dass es im Kern doch nur darum gehe, „unser Brambauer noch weiter nach vorne zu bringen“.

Und genau das ist ja auch das Ziel der Zukunftswerkstatt (wir berichteten). Oder wie es Christoph Haumann zu Beginn der Veranstaltung ausdrückte: „Keiner kennt den Ortsteil so gut wie Sie. Zaubern können wir alle nicht. Aber gemeinsam können wir ihn gestalten und für die Zukunft fit machen.“

„Wir brauchen hier alle, die Bock haben, Brambauer nach vorne zu bringen“

Es gab Dienstagabend viel zu besprechen im Saal des Bürgerhauses. © Storks

Zu diesem Zweck sollen die gesammelten Verbesserungs-Vorschläge detailliert ausgewertet und auf dieser Basis eine Prioritätenliste erstellt werden. Mit der wollen die Organisatoren dann an die Stadt Lünen herantreten - auch in Form von Bürgeranträgen.

Über den jeweiligen Stand der Dinge wollen die Werkstatt-Macher die Bürger regelmäßig über die Presse und die sozialen Medien informieren. Außerdem soll es weitere Treffen geben. Angedacht ist auch eine Art Stammtisch, der in lockerer Folge jeweils donnerstags an verschiedenen Orten in Brambauer stattfinden soll. Denn, so verabschiedete Christoph Haumann im Namen seiner Mitstreiter die zahlreich erschienenen Gäste: „Wir brauchen hier alle, die Bock haben, Brambauer nach vorne zu bringen.“ Der Grundstein dafür ist gelegt.

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Operation „Atlantic Resolve“

Amerikaner bringen Militär über die A2 bei Lünen: Das sagt die US-Armee zum Transport