Wohngeld wird erhöht: Hohe Nachfrage bei der Stadt Lünen, über 1000 Haushalte profitieren

mlzNeue Regelung

Anfang des Jahres ist Wohngeld für Menschen mit geringem Einkommen erhöht worden. Viele Lüner profitieren davon, insgesamt weit über 1000 Haushalte. Der Aufwand für die Stadt steigt indes.

Lünen

, 12.02.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zum 1. Januar sind das Wohngeld für Mieterinnen und Mieter sowie der Lastenzuschuss für Eigentümerinnen und Eigentümer erhöht worden. Außerdem sieht die neue Regelung vor, dass die Beiträge alle zwei Jahre angepasst werden. „Die Erhöhung trägt dem starken Anstieg der Mieten der letzten Jahre Rechnung und berücksichtig auch die allgemeine Einkommensentwicklung“, heißt es dazu bei der Stadt Lünen.

Wohngeld richtet sich nach dem Einkommen

Das Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete oder zur Belastung für Personen, die ein Einkommen erzielen, das aber nicht ausreicht, um ihre Wohnkosten in voller Höhe selbst zu bezahlen.

Die Wohngeldhöhe richtet sich nach dem Einkommen, der Haushaltsgröße und der Miethöhe, teilt die Stadt mit. So bestehe zum Beispiel für eine alleinstehende Rentnerin mit einer monatlichen Bruttorente von 900 Euro und einer monatlichen Kaltmiete von 400 Euro ein Wohngeldanspruch von 122 Euro. Viele Faktoren könnten die Höhe des Wohngeldes beeinflussen. Deshalb lohne es sich, bei niedrigem Einkommen den Anspruch durch eine Probeberechnung prüfen zu lassen.

Zahl der Wohngeld-Haushalte wird steigen

Die Erhöhung der Leistungen hat zur erhöhten Nachfrage bei der Wohngeldstelle der Stadt Lünen geführt. Auf Anfrage berichtet Stadt-Pressesprecher Benedikt Spangardt: „Die Nachfrage ist deutlich gestiegen: Im Januar wurden 15 Prozent mehr Anträge gestellt als im Dezember 2019. Die Tendenz ist steigend.“

Die erhöhte Nachfrage wird wohl auch dazu führen, dass künftig mehr Haushalte Wohngeld beziehen. 2019 waren es laut Spangardt 1360 Haushalte. „Wir rechnen mit einer Steigerung auf bis zu 1.770 Haushalte bis zum Jahresende.“ Das ist eine Erhöhung um rund 30 Prozent.

Die Kosten dafür trägt nicht die Stadt Lünen, dafür sind Land und Bund zuständig. Die Bearbeitung der Anträge jedoch ist laut Spangardt Pflichtaufgabe der Kommune - den Aufwand und die Personalkosten muss sie also selbst tragen.

Beratung und Informationen dazu bietet die Wohngeldstelle der Stadt Lünen im Rathaus, 3. OG, Zimmer 306 bis 312, an. Öffnungszeiten: Montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr, dienstags und donnerstags zusätzlich nachmittags von 13.30 Uhr bis 16 Uhr sowie nach Terminvereinbarung (Telefon 02306 104-1651).
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