Zaun um ehemalige Bergbau-Fläche soll „Betreten verboten“ durchsetzen

Victoria-Brache

Den Konzernen RAG und RWE gehört die Victoria-Brache. Jener Teil im Besitz einer RWE-Tochter wird abgeschottet. Allerdings soll der Zugang zu wichtigen Einrichtungen offen bleiben.

Lünen

03.02.2019, 08:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH (GfV), Tochter-Firma des RWE-Konzerns, schafft auf der Victoria-Brache Fakten: Wie das Unternehmen am Freitag, 1. Februar, mitteilte, werden jene 40 Hektar des Areals, die sich im Besitz der GfV befinden, eingezäunt. „Die aus Bergbautagen mit Schadstoffen belastete Brachfläche soll saniert und für eine künftige Nutzung vorbereitet werden. Bis dahin gilt aus Sicherheitsgründen: Betreten verboten“, heißt es in der Pressemitteilung.

Auf Behörden-Weisung

Weil die Fläche belastet sei, solle ein Zaun verhindern, dass Unbefugte auf das Betriebsgelände gelangen. Außerdem stellten steile Böschungen, Löcher und Reste der früheren Bebauung eine Gefahr dar.

Die GfV handelt nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf Weisung von Behörden. Der Kreis Unna als zuständige untere Bodenschutzbehörde habe die Ertüchtigung und Ergänzung der bereits vorhandenen Zaunanlage sowie die Schließung der noch offenen Zugänge veranlasst.

Die Gesellschaft für Vermögensverwaltung als Eigentümerin sei daran gebunden und werde die Maßnahmen zeitnah umsetzen. „Die Gesellschaft bittet die Anwohner um Verständnis, dass das Gelände künftig aus Sicherheitsgründen nicht mehr frei zugänglich ist“, so die Mitteilung.

Zaun um ehemalige Bergbau-Fläche soll „Betreten verboten“ durchsetzen

Das Gelände der ehemaligen Zeche Victoria I / II. Alles, was nicht blau markiert ist, gehört der RWE-Tochter Gesellschaft für Vermögensverwaltung (GfV). Die kümmert sich jetzt um die Einzäunung ihres Besitzes.

Die Sicherungsmaßnahme sei auch ein Schritt in Richtung Zukunft: Denn das Grundwasser soll demnächst aufbereitet werden. Die Einfriedung erfolgte im Vorgriff auf die im Frühjahr hierzu beginnende Baumaßnahme. Auch die Stadt Lünen plant eine Folgenutzung der Fläche. Sie will den Bebauungsplan ändern. In diesem Zusammenhang soll auch ein Sanierungsplan erstellt werden, der aufgrund der starken Untergrundverunreinigungen notwendig ist.

Wie berichtet, möchte die Stadt erreichen, dass die auf der Brache vom Land geplante Forensik, wenn sie denn kommt, auf jenem Teil gebaut wird, der der GfV gehört und der nun eingefriedet wird. Der andere Teil der Fläche gehört dem ehemaligen Bergbaukonzern RAG.

Zugang zum Grubenwehrheim

Die Zugänge im Bereich der alten Gleisanbindung zur Westfaliastraße und unter der Bundesbahn werden durch Großblocksteine geschlossen, so die GfV. Die Grenze zum RAG-Parkplatz und zur Zwolle-Allee wird durch einen Zaun geschlossen. Der Zugang zum Grubenwehrheim bleibt unter den bisherigen Auflagen über den Parkplatz der RAG erhalten. Auch die Zufahrt zu dem Baustoffhandel an der Zwolle-Allee bleibt bestehen.

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