Zerrüttete Verhältnisse zwischen den Bürgerintiativen

Forensik in Lünen

Im Ringen um die richtige Strategie in Sachen Forensik ist es endgültig zum Zerwürfnis zwischen der Bürgerinitiative „Lünen ohne Forensik“ und der Bürgergemeinschaft „Pro Victoria“ gekommen. Zwei Vorstandsmitglieder von Pro Victoria waren aus der Bürgerinitiative ausgeschlossen worden.

LÜNEN

, 27.08.2014, 14:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der Victoria-Brache (Bild) will das Land die Klinik für psychisch kranke Straftäter bauen lassen. Welche Chancen eine Klage dagegen verspricht, darüber gehen die Auffassungen auseinander.

Auf der Victoria-Brache (Bild) will das Land die Klinik für psychisch kranke Straftäter bauen lassen. Welche Chancen eine Klage dagegen verspricht, darüber gehen die Auffassungen auseinander.

Dagegen stimmten Vertreter von Pro Victoria, die damals noch der BI angehörten. Pro Victoria vertritt die Position, eine Klage habe keinerlei Erfolgsaussichten. Daher sei Kooperation statt Konfrontation angesagt. Nur dann könne die Stadt im Sinne der Anwohner Einfluss nehmen beim Bau der Forensik. Pro Victoria plädiert dafür, das Gebäude weiter von der Wohnbebauung weg in Richtung Lippe zu bauen. „Ohne Möglichkeit der Aussprache“ seien sie am 21. August ausgeschlossen worden, erklärten Gorski und Christ. Schon vorher sei Hans Laarmann ausgeschlossen worden. Fehlendes Demokratieverständnis wirft Pro Victoria der BI vor, sie dulde keine kooperativen Gedanken in Sachen Forensik. Der Lüner Bevölkerung vermitteln zu wollen, eine Klage hätte Erfolgsaussichten, „sei reiner Selbstbetrug.“ Die BI „Lünen ohne Forensik“ nahm auf Anfrage zu den Vorwürfen nicht im Detail Stellung. Vorsitzender Dirk Hartmann erklärte im Namen des Vorstandes, Auftrag und Handeln des Vorstandes hätten auf der jüngsten Jahreshauptversammlung „eine überragende Zustimmung erfahren.“

Mit der gleichen überragenden Mehrheit seien die Kernaussagen von Pro Viktoria „als überaus schädlich und als satzungskonträres Handeln für die Zielverfolgung der BI eindeutig bewertet worden.“ Hartmann: „Wir respektieren die Ziele von Pro Viktoria, können und werden diese aber aufgrund unserer Satzungsvorgaben und Zielsetzungen nicht unterstützen können.“ Zur Sache selbst werde der Vorstand nach Information der Mitglieder und der Beteiligten eine Presseinformation zur Verfügung stellen. „Wir beteiligen uns keinesfalls an diesem agitativen und nicht zielführenden Verhalten“, kommentierte Hartmann die Presseerklärung von Pro Victoria.

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