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Zeugin hört Platschen: Taucher suchen nach Körper in der Lippe

Mit Tauchern, Boot und Hubschrauber haben Feuerwehr und Polizei am Montagabend (13.7.) nach einem Körper in der Lippe gesucht. Eine Zeugin hatte an einer Brücke ein Platschen gehört.
Intensiv wurde die Lippe im Bereich der Lange Straße abgesucht. © Jura Weitzel

Die Beobachtung einer Lünerin hat am Montagabend gegen 22.50 Uhr einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die junge Frau hielt sich mit Freundinnen an der Lippekaskade auf, als sie plötzlich ein Platschen mit Gluckergeräuschen aus Richtung Lippebrücke an der Lange Straße gehört habe. Ob es sich um einen menschlichen Körper oder einen Gegenstand gehandelt hat, war nicht klar. Sie tan das einzig Richtige: Sie alarmierte die Polizei.

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Suchaktion in der Lippe

Die Berufsfeuerwehr Lünen rückte mit einem Schlauchboot an, Taucher der Feuerwehr Dortmund gingen ins Wasser, ein Hubschrauber mit Wärmekamera unterstützte die nächtliche Suche. Sowohl der Uferbereich als auch der Fluss wurden intensiv in Augenschein genommen.

E-Scooter im Wasser gefunden

Am Ende fanden die Einsatzkräfte einen E-Scooter. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, habe er einen „frischen Eindruck“ gemacht. Das bedeutet, dass er noch nicht lange im Wasser gelegen haben kann. Gegen 1.13 Uhr beendeten die Einsatzkräfte die Suchaktion.

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Taucher der Feuerwehr suchen Lippe ab

Möglicherweise handelt es sich um den E-Scooter, der am Montagmorgen herrenlos im Tobiaspark gefunden worden war. Obwohl es in Lünen keine Verleihfirma gibt, stand der Roller mitten auf dem Weg. Er muss wohl aus der Nachbarstadt Dortmund nach Lünen gebracht worden sein.

Wie die Verleihfirma Lime auf Anfrage mitteilte, sei der Roller aufgrund der vorliegenden Daten nicht nach Lünen gefahren worden. Der Nutzer habe ihn mit der Bahn transportiert. Er habe auch den regulären Preis der Freischaltgebühr von einem Euro und von 20 Cent pro Minute gezahlt.

Verleihfirma will Sperrzone ausehnen

Um ähnliche Fälle künftig zu vermeiden, wolle das Unternehmen die No-Parking-Zone, in der das Abstellen der Roller gesperrt sei, auch auf Lünen ausdehnen. Generell könne die Miete nur innerhalb des Betriebsgebietes Dortmund beendet werden. „Damit wollen wir den Rücktransport von weit außerhalb geparkten E-Scootern verhindern“, so Alexander Graf von Pfeil, General Manager bei Lime in Deutschland. Er hatte zugesagt, seinen Logistikpartner zu beauftragen, den Roller am Montagabend abzuholen. Die Kosten trage Lime, hieß es.

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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