Zu viele Migrantenkinder an Lüner Förderschulen

LÜNEN Der Anteil von Migrantenkindern in Förderschulen liegt in Lünen bei 31 Prozent. Eine Zahl, die Dr. Aysun Aydemir von der Integrations-Agentur des Multikulturellen Forums als „erschreckend“ einstuft.

von Von Beate Rottgardt

, 26.03.2009, 12:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zu viele Migrantenkinder an Lüner Förderschulen

Dr. Aysun Aydemir

In Gesprächen mit Schulleitern, Klassenlehrern und Schulamtsdirektor Hermann Diekneite versucht sie,  zusammen mit den Eltern, diese Zahlen zu senken. „Man muss nach den Ursachen schauen, klären, warum der Anteil von Migrantenkindern in Lüner Förderschulen so hoch ist“, so Dr. Aydemir.Idee: Lesepaten

Sie plant zweisprachige Lesungen in Kindertageseinrichtungen mit zwei Lesepaten. „Das kostet die Einrichtungen gar nichts“, so die Mitarbeiterin des Multikulturellen Forums. Lesungen am Vor- oder Nachmittag in Türkisch und Deutsch sind geplant. Außerdem will das Multikulturelle Forum eine Kooperationsvereinbarung mit zehn Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in Lünen schließen. Zu diesem Termin ist auch NRW-Integrationsminister Laschet eingeladen.

Integration kann auch über Musik erfolgen. Deshalb laufen jetzt schon drei Musikkurse für Kinder und Erwachsene. Neben Gitarre wird auch ein Saiteninstrument aus Persien, der Türkei und dem Mittelmeerraum unterrichtet. Kurse gibt es für Kinder und Erwachsene.

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