Antrag von SPD und CDU

Zu wenig Spielplätze in Lünen: Einige Stadtteile besonders betroffen

In Lünen fehlen 40.000 Quadratmeter Spielflächen. Beim Ranking von Spiel- und Bolzplätzen liegt Lünen im unteren Viertel. SPD und CDU fordern jetzt eine neue Bewertung des Spielfächenleitplans.
Der Spielplatz Auf dem Kelm wurde mit einem Basketballkorb neu gestaltet. Jetzt gibt es Streit um die Lärmbelastung, die von den Jugendlichen auf der Anlage ausgeht. Für SPD und CDU ist das ein Beispiel dafür, dass es zu wenig Spiel- und Bolzplätze in Lünen gibt. © Goldstein (A)

Es gibt zu wenig Spielflächen in Lünen. Das trifft besonders auf die Stadtteile Brambauer, Beckinghausen, Osterfeld, Stadtmitte, Wethmar und Lünen-Nord zu. Nach dem Richtwert des sogenannten „Goldenen Plans“ für Spielflächen fehlen 40.000 Quadratmeter öffentliche Spielfläche.

Auch bei Spiel- und Bolzplätzen für Jugendliche steht Lünen nicht gut da: Im Ranking liege Lünen gegenüber vergleichbaren Kommunen im unteren Viertel bezogen auf Lüner Jugendliche unter 18 Jahren.

„Groko“ stellt gemeinsamen Antrag

SPD und CDU haben die Situation zum Anlass genommen, einen gemeinsamen Antrag für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 1. Juni zu stellen. Darin fordern sie, die Spielflächenleitplanung 2020 zu bewerten und fortzuschreiben. Beide Fraktionen sind Kooperationspartner im Rat, was gemeinhin als große Koalition „Groko“ bezeichnet wird.

Als Beispiel für die Situation der Spiel- und Bolzplätze nennen SPD und CDU den Spielplatz „Auf dem Kelm“ in Brambauer mit dem begehrten Streetballkorb. Er zeige exemplarisch, dass die Lüner Jugendlichen mehr Spiel- und Sportmöglichkeiten benötigten. In der Vergangenheit hatte es dort Anwohner-Beschwerden gegeben, weil die Jugendlichen an der neuen Basketball-Anlage zu viel Lärm machten. Die Stadt wollte den Spielplatz zurückbauen, die Politik ist dagegen.

Planung bis Ende des Jahres

In dem Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, weitere Spielflächen für Lünen zu planen, um eine ausreichende Versorgung an öffentlichen Spielflächen zu gewährleisten. Dazu soll eine Planung bis Ende des Jahres vorgelegt werden. Sie soll bei der Gestaltung und Planung neuer Flächen den Fokus auch auf Spiel- und Bolzplätzen für Jugendliche legen. Zudem solle die Situation in bisher unterversorgten Stadtteile besonders geprüft und bei der Errichtung neuer Flächen berücksichtigt werden.

Die Kooperationspartner schlagen vor, bei der Planung die

Wohnungsbau-Gesellschaften wie beispielsweise Bauverein zu Lünen, Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) oder Vivawest mit einzubeziehen. So solle eine abgestimmte Planung, Finanzierung und Bewirtschaftung der Spielflächen erreicht werden.

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