Zukunft für Lünen: Wie Umwelt, Wohnen und Mobilität zueinander passen können

CDU-Veranstaltung

Die CDU hatte zur Zukunftswerkstatt mit dem Schwerpunkt Stadtentwicklung geladen. Gleich drei Gastreferenten stellten Ideen für Lünen vor - und hatten auch Arbeitsaufträge im Gepäck.

Lünen

, 08.01.2020, 13:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zukunft für Lünen: Wie Umwelt, Wohnen und Mobilität zueinander passen können

Barrierefreies Wohnen am Wasser: Der Lippe-Wohnpark gilt als ein Beispiel, wie Lünen in Zukunft aussehen könnte. © Fiedler (A)

Insbesondere über „mögliche und notwendige Veränderungen in der Städtebauplanung“ im Zusammenhang mit dem Klimawandel sowie der Digitalisierung suchten die Christdemokarten mit Hilfe von drei Experten nach erfolgsversprechenden Lösungen.

„Ich bin über die große Resonanz überwältigt. Das Thema Wohnen in Lünen im Sinne des Klimawandels zieht doch eine Vielzahl von Gästen an“, so Andreas Zaremba (Vorstandsvorsitzender Bauverein Lünen) kurz nach der Eröffnung. 130 Anmeldungen zu der Veranstaltung hat es laut CDU gegeben.

Der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Tölle sprach in seiner Anmoderation von einer „Chance und Perspektive für die Stadt Lünen“.

Scharrenbach: „Sie hier entscheiden“

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach machte als erste Gastreferentin den Anwesenden klar: „Sie hier in der Stadt entscheiden über die Weichenstellungen und Veränderungen. Sicherlich sollte dabei auch eine klare Strategie für die größte Stadt im Kreis Unna verfolgt werden.“

Helfen könnte dabei durchaus die Digitalisierung, insbesondere beim Einkaufen im Netz. Trotzdem - oder gerade deshalb - müsse sich der Marktplatz, als Zentrum der Stadt in der Strategie wiederfinden, ebenso wie die Bekämpfung von Leerständen in der Innenstadt.

Zukunft für Lünen: Wie Umwelt, Wohnen und Mobilität zueinander passen können

Der Stadtverbandsvorsitzende der CDU-Lünen Günter Langkau (2.v.l.) begrüßte zahlreiche Gäste und Referenten zur Zukunftswerkstatt im Bauverein. © Blandowski

Einen Standortvorteil habe Lünen durch die Lippe: „Wasser bedeutet Leben und Menschen. Mit dem Wohnprojekt Lippepark wurde Lünen durchaus aufgewertet“, so die Ministerin. „Darüber hinaus müssen wir es schaffen, barrierefreies Wohnen für älteren Menschen zu realisieren. Eine Maßnahme, welche von uns als Land NRW gefördert wird.“

Vier Grad mehr mit verheerenden Folgen

Schwierig dürfte es werden, die Themen Umwelt, Klima und Mobilität in Einklang zu bringen. Das machte Diplommeteorologe Guido Halbig vom Deutschen Wetterdienst in Essen deutlich: „Unter anderem die Treibhausgase führen bis ins Jahr 2100 zu einem Temperaturanstieg von vier Grad, mit verheerenden Folgen für uns“, lautete seine Prognose. Frischluftschneisen innerhalb der Stadt sowie die Neupflanzung von Bäumen seien da durchaus Anfänge.

Aus Sicht der Städteplaner bescheinigte Hendrik Jansen, Vertreter der Professur für Städtebau und Bauleitplanung an der TU Dortmund, dem Ruhrgebiet und insbesondere auch der Stadt Lünen großes Potential. Der Strukturwandel, autogerechte Mobilität sowie Landschaften und Freiraum mit viel Grün seien ideal für städtebauliche Veränderungen.

Seine Idee: Eine „Fünf-Minuten-Stadt“, eine Stadt der kurzen Wege, eingebunden mit Arbeit, Wohnen und Freizeit, gekoppelt mit dem Umweltgedanken. Oder eine „Landschaftsstadt“ mit einer Verbindung von Lippe, Kanal und Landschaftsbereichen. Hier seien der Fluss- und Seepark durchaus gelungene Projekte.

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