Zusammenhang mit „Verrecke“-Schriftzug? Polizei ermittelt nach Brandstiftung an Jägerstraße

mlzFeuerwehr-Einsatz in Lünen-Süd

In der Nacht zu Samstag (16.2.) musste die Feuerwehr aus einem Haus an der Jägerstraße vier Menschen retten. Dort wohnt ein Mann, der schon durch die Verrecke-Schmiererei bedroht worden war.

Lünen

, 16.02.2019, 10:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gegen halb fünf in der Nacht rückten Feuerwehr und Polizei zu einem Mehrfamilienhaus an der Jägerstraße in Lünen-Süd aus. Dort brannte es nach Angaben der Polizei in einem Hausflur auf Höhe der Briefkästen. Dort sei alles verraucht und verrußt gewesen, die Einsatzkräfte hätten die Tür aufbrechen müssen. Laut Feuerwehr waren Zeitungen in den Briefkasten-Schlitzen in Brand gesteckt worden. So war für die Bewohner der Fluchtweg versperrt.

Zusammenhang mit „Verrecke“-Schriftzug? Polizei ermittelt nach Brandstiftung an Jägerstraße

Die verrußte Eingangstür. © Beuckelmann

Nach Polizeiangaben seien zwei Menschen aus dem Haus gerettet und ins Krankenhaus eingeliefert worden - mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation. Zwei weitere konnten demnach wieder in ihre Wohnung zurück. Die Polizei geht momentan von Brandstiftung aus.

In dem Haus, in dem es jetzt brannte, wohnt der Mann, dem im Dezember 2018 ein auf die Straße geschmierter Spruch „gewidmet“ war. „Verrecke endlich“, stand dort, darüber sein Name. Der Mann, ein 59-jähriger ehemaliger Bergmann, hatte gegenüber dieser Redaktion angegeben, er gehe „durch die Hölle“, seit der Spruch auf die Straße gesprüht worden war. Er sagte auch, er habe einen Verdacht, von wem die Schmiererei stammen könnte.

Die Stadt hatte den Spruch erst spät als Beleidigung und Drohung erkannt und erst deutlich später entfernen lassen. Stadt und Anwohner hatten damals Anzeige erstattet.

Die Feuerwehr hatte in der Nacht nach eigenen Angaben zwei Menschen auch über die Drehleiter gerettet.

Das Mehrfamilienhaus zählt sieben Wohnungen, von denen momentan lediglich vier bewohnt sind.

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