Zweiter Coronafall in Lünen: Es handelt sich um einen Rückkehrer aus einem Risikogebiet

Virus-Infektion

Das Cornavirus greift weiter um sich. Es gibt einen zweiten Fall in Lünen. Nach Auskunft des Kreises Unna soll es sich um eine Person handeln, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist.

Lünen

, 14.03.2020, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Seit Samstag (14.3.) gibt es einen zweiten Coronafall in Lünen.

Seit Samstag (14.3.) gibt es einen zweiten Coronafall in Lünen. © picture alliance/dpa

Kreisweit sind Samstag und Sonntag (15.3.) fünf neue Fälle hinzugekommen, heißt es auf der Internetseite des Kreises Unna. Die neu infizierten Personen kommen aus Lünen, Fröndenberg, Selm und Schwerte. Damit stieg die Zahl auf 19.

Das Gesundheitsamt ist zurzeit dabei, die Infektionswege und Kontaktpersonen zu ermitteln. Klar sei soweit, dass es sich bei den Personen aus Lünen und Selm um Reise-Rückkehrer aus einem Risikogebiet handele.

Nähere Angaben zu der betroffenen Person aus Lünen machte Birgit Kalle, stellvertretende Pressesprecherin des Kreises Unna, nicht. Sie verwies auf Datenschutzgründe. In der vergangenen Woche hatte sich eine Frau aus Lünen infiziert, die in Italien im Urlaub gewesen war.

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Kreisverwaltung schließt ab Mittwoch

Die Kreisverwaltung selbst schließt ab Mittwoch (18.3.) aus Sicherheitsgründen und um das Infektionsrisiko zu minimieren, alle Dienst- und Nebenstellen der Kreisverwaltung, darunter auch die Nebenstelle an der Viktoriastraße in Lünen, bis auf Weiteres für den gesamten Publikumsverkehr. Anliegen bearbeiten die Mitarbeiter telefonisch oder per E-Mail.Die Verwaltungsspitze treffe sich am Montagmorgen, um alles weitere zu besprechen. Dabei gehe es auch um die Frage, wie zwingend notwendige Dienstleistungen z.B. KFZ-Zulassungen oder die Erteilung von Aufenthaltstiteln nach vorheriger Terminabsprache abgewickelt werden können, heißt es auf der Internetseite.

Zudem schließt sich der Kreis Unna der Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums an, dass sich Beschäftigte nach Rückkehr aus einem Risikogebiet freiwillig für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Das sei eine Sicherheitsmaßnahme für alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises Unna, heißt es .

Besuche in Pflegeeinrichtungen einschränken

Der Kreis weist darauf hin, dass Besuche in Alten- und Pflegeeinrichtungen ab sofort auf das Notwendigste zu beschränken seien. Das heißt konkret: Pro Bewohner eine Person pro Tag für die maximale Besuchszeit von einer Stunde. Weitere Einschränkungen werden durch das Pflegepersonal kommuniziert.

Wichtige Rufnummern im Zusammenhang mit Corona:

Coronavirus-Hotline NRW-Gesundheitsministerium: Tel. 0211 - 9119 1001

Coronavirus-Hotline des Bundesgesundheitsministeriums: Tel. 030 / 34 64 65 100 und 0800 / 011 77 22

Infotelefon des Kreises Unna: 0800 / 10 20 205 (Montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr zu erreichen).

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