Polizei Borken

53 Stunden Mehrarbeit oder nicht – Polizeibeamter klagt gegen Borkener Behörde

Ein Polizeibeamter klagt gegen seinen Arbeitgeber, die Kreispolizeibehörde Borken, weil er 53 Stunden Dienst, die er vor gut zwei Jahren abgeleistet habe, gutgeschrieben haben will.
Das Verwaltungsgericht Münster muss nun prüfen und dann entscheiden, ob ein Polizeibeamter Mehrarbeit geleistet hat - oder nicht. Der Kläger und sein Arbeitgeber, die Kreispolizeibehörde Borken, sind unterschiedlicher Ansicht. © Till Goerke (A)

Ein Polizeibeamter klagt gegen seinen Arbeitgeber, die Kreispolizeibehörde Borken, weil er 53 Stunden Dienst, die er vor gut zwei Jahren abgeleistet habe, gutgeschrieben haben will.

Im Detail geht es bei dem Termin vor dem Verwaltungsgericht Münster darum, dass der Mann innerhalb zweier Monate im Frühjahr 2020 abweichend von seinen bis dato geltenden Dienstplänen wegen der Corona-Pandemie in besonderen Schichtdienstplänen eingesetzt worden sei.

Diese hätten aus jeweils drei Tagen Frühdienst mit je acht Stunden, drei Tagen Spätdienst mit je neun Stunden und anschließenden drei freien Tagen bestanden. Hinzu seien noch sogenannte Alarmbereitschaften gekommen.

Polizist möchte Stunden gutgeschrieben bekommen

Während der Polizist die aus seiner Sicht „systembedingten Mehrarbeitsstunden“ gutgeschrieben haben will, argumentiert sein Arbeitgeber damit, dass es zwar zu Verschiebungen bei der durchschnittlichen Arbeitszeit gekommen sei. Tatsächliche Mehrarbeitsstunden seien aber nicht angefallen, so die Kreispolizei.

Wer Recht bekommt, das muss das Verwaltungsgericht Münster jetzt am Mittwoch (17. August) ab 12 Uhr klären.

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