Bürgermeisterin Dagmar Jeske (3.v.r.) und Harald Heß (3.v.l.), Vorstand der Westenergie AG, bei der offiziellen Eröffnung der Umspannanlage in Nordvelen. © Lars Johann-Krone
Stromautobahn

5,4 Millionen Euro: Westnetz stellt Umspannwerk in Velen fertig

5,4 Millionen Euro hat Westnetz in Velen investiert: Das neue Umspannwerk im Norden der Gemeinde ist jetzt fertig gestellt und ans Netz gegangen.

Inzwischen ist sie komplett und in Betrieb, die Umspannanlage in Nordvelen. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz hat die Anlage in den vergangenen Monaten auf einer Fläche etwa 500 Meter nördlich der B525 in der Nähe der Grenze zwischen Holthausen und Velen errichtet.

Rund 5,4 Millionen Euro hat die Tochter der Westenergie AG am Standort investiert, rund 200.000 Euro mehr als im Oktober 2019 bei der Vorstellung der Pläne veranschlagt.

Anschluss an Hochspannungsnetz

Durch das neue Umspannwerk hat die Stadt Velen im Prinzip einen eigenen Anschluss an das Hochspannungsnetz erhalten. Denn in unmittelbarer Nähe zur Anlage verläuft die 110 Kilovolt-Leitung. Der Transformator, der im August 2020 geliefert wurde, kann den Strom zum einen aus der sogenannten Stromautobahn auf 30 Kilovolt herunterregeln, um ihn nach Velen zu transportieren. Zum anderen kann er den Strom, der von Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen produziert wird, zum Weitertransport über die Hochspannungstrasse hochtransformieren.

„Wir versorgen jede Kommune von zwei Seiten. Wenn ein Element ausfällt, kann ein anderes einspringen. Bisher kam die zweite Versorgungsleitung für Velen aus Reken. Die Freileitung zwischen den beiden Kommunen kann durch das Umspannwerk nun zurückgebaut werden“, sagt Thomas Wiedemann, Leiter des Westnetz-Regionalzentrums.

Rund 9000 Quadratmeter groß ist das Grundstück der Umspannanlage. Auf einem äußeren Ring drumherum hat Westnetz bereits Pflanzen gesetzt und gesät – als Ausgleich für die Versiegelung der Fläche.

Trafo und Technikgebäude sind fertig eingerichtet

Neben dem Trafo als Herzstück ist inzwischen auch das Technikgebäude fertig eingerichtet. Darin befindet sich zum einen die Überwachungstechnik, über die die Westnetz-Mitarbeiter aus Arnsberg Zugriff auf die Anlage haben und Daten ablesen können. „Das ist so etwas wie das Gehirn der Anlage“, so Egbert Petermann, Westnetz-Projektleiter.

Zum anderen steht im Nebenraum die Schalttechnik. Diese nimmt den Strom aus Velen auf, wenn dort mehr produziert als benötigt wird, und andersherum schickt sie Strom nach Velen, wenn dort Bedarf ist. „Bei der Schalttechnik handelt es sich um die Blutbahnen, um im Bild zu bleiben“, so Petermann.

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