Freiwillige testeten die Abläufe im Impfzentrum des Kreises Borken. © Josef Barnekamp
Coronavirus

60 Freiwillige testen die Abläufe im Impfzentrum des Kreises Borken

Das Impfzentrum des Kreises Borken ist bereit, die Arbeit aufzunehmen. Am Wochenende haben 60 Freiwillige die Abläufe im Impfzentrum getestet und dabei die verschiedenen Abschnitte durchlaufen.

Die Trennwände im Impfzentrum des Kreises Borken stehen schon seit Tagen, die Logistik ebenfalls – und auch die Abläufe von Zone A (Anmeldung) bis Zone G (Abmeldung) funktionieren jetzt so, dass das Impfen gegen das Coronavirus auch im Westmünsterlandkreis eigentlich losgehen könnte.

„Das hat prima geklappt“, sagte die Ordnungsdezernentin des Kreises Borken, Dr. Elisabeth Schwenzow, nachdem am Sonntag rund 60 Kreisangestellte als „freiwillige Komparsen“ durchs Impfzentrum der Region geschleust worden waren. Das ist unweit der B525 zwischen Velen und Gescher im gemeinsamen Bauhof von Kreis und Stadt Gescher installiert worden.

Echter Stresstest für das Personal im Impfzentrum

Auf den fünf „Impfstraßen“ plus Reservestrecke wurde ausprobiert, wie organisatorische Dinge wie Anmeldung und Registrierung funktionieren, aber auch was passiert, wenn jemandem übel wird und ob auch Menschen mit Rollstuhl durchs Einbahnstraßensystem des Zentrums rollen können. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagte Landrat Dr. Kai Zwicker.

Die Freiwilligen durchliefen im Impfzentrum verschiedene Abschnitte: Anfahrt und Parkplatzeinweisung, Zugangskontrolle und Registrierung mit Klärung der Impfberechtigung, Termin und Infektionsanzeichen, Impfbereich mit Aufklärung und simulierter Impfung und Nachbeobachtungsbereich (ähnlich wie bei Blutspende-Terminen). Getestet wurden auch das Hygienekonzept und die Barrierefreiheit der Einrichtung.

Die Übungsbeteiligten übernahmen verschiedene Rollen und Aufgaben, um das Szenario zu einem echten Stresstest für das Personal werden zu lassen. Beispielsweise gab es „Impflinge“ mit unterschiedlichen Handicaps und fehlenden Papieren oder Terminen.

Erste Impfdosen sind für Altenheime reserviert

Der Impfstoff soll in Deutschland am 27. Dezember zur Verfügung stehen. Weil die ersten zugesagten Impfdosen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer zunächst für die zu den Alten- und Pflegeheimen ausrückenden mobilen Impfteams reserviert sind, sei eine Anmeldung im Impfzentrum für den Normalbürger derzeit „weder möglich noch nötig“, unterstrich Zwicker.

Bis die Bürger aus dem Kreis Borken in größerer Zahl kommen können, wird das Impfzentrum des Kreises personell wohl nur so weit besetzt werden wie nötig. Gleichwohl sei es wichtig gewesen, das ganze Prozedere und die Abläufe zu üben, hieß es am Samstag. Und: Weil neue Impfstoffe vielleicht doch schneller zur Verfügung stehen könnten als derzeit gedacht, soll das Zentrum so gut funktionieren, dass man es jederzeit in den Vollbetrieb hochfahren könne.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.