Impfzentrum Velen

7.199 Erstimpfungstermine waren innerhalb von 24 Stunden vergeben

7000 Dosen Biontec-Impfstoff hat das Land für das Impfzentrum Velen angekündigt. Der Kreis machte die Info schnell öffentlich, die Termine waren fix ausgebucht. Nun wird auf weitere zusätzliche Impfstoff-Lieferungen gesetzt.
Auch im Impfzentrum des Kreises Borken in Velen gibt es bis mindestens Mitte Juni keine Termine für Erstimpfungen mehr. © picture alliance/dpa

Am vergangenen Donnerstag (24. Juni hat das Land NRW mitgeteilt, dass die Impfung priorisierter Personengruppen in den Impfzentren aufgehoben wird. Seit Samstag (26. Juni) besteht damit für jede impfwillige Person die Gelegenheit, sich dort impfen zu lassen. Auch im Impfzentrum in Velen, wie der Kreis Borken mitteilt.

„Hierzu stellt das Land NRW für unser Impfzentrum in Velen bis zum 11. Juli bislang rund 7.000 BioNTec-Impfdosen zur Verfügung“, sagte Landrat Dr. Kai Zwicker und erläuterte: „Für uns war es daraufhin wichtig, schnellstmöglich unseren Bürgerinnen und Bürgern entsprechende Terminangebote zu machen.“

Binnen einer Stunde waren 2000 Termine gebucht

Daher habe der Kreis am Freitag und Samstag in einer großangelegten Informationskampagne über Presse, Funk und Social Media die Bevölkerung auf diese kurzfristige Impfungsmöglichkeit hingewiesen. Und der Erfolg kann sich laut Kai Zwicker sehen lassen: „Binnen einer Stunde, nachdem am Samstagmorgen ab 8 Uhr die Anmeldungen über das Buchungssystem der Kassenärztlichen Vereinigung möglich wurden, waren bereits über 2.000 Termine für die nächsten Tage vergeben.“

Am Sonntag um 9.50 Uhr wurde dann der letzte verfügbare Termin gebucht: „Insgesamt 7.199 Erstimpfungstermine haben wir so bis zum 11. Juli ausmachen können“, freute sich Landrat Dr. Zwicker und lobte ausdrücklich die Impfbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger im Westmünsterland.

Derzeit sind keine weiteren Buchungen möglich

Derzeit sind keine weiteren Buchungen möglich. Der Kreis Borken hofft aber auf zusätzliche Impfdosen-Lieferungen, die dann sofort wieder für Erstimpfungen eingesetzt werden sollen. Sobald darüber Klarheit besteht, werde die Kreisverwaltung wieder breitangelegt informieren.

„Wie wichtig die Schutzimpfungen sind, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass im Kreis Borken nun in einem zweiten Fall die hochansteckende Delta-Variante des Cornonavirus nachgewiesen wurde“, erklärte der Landrat. Dabei handelt es sich um einen Osteuropäer, der im Rahmen einer geplanten Operation in einem hiesigen Krankenhaus mit seiner Ehefrau eingereist war. Seine Ehefrau ist ebenfalls infiziert, jedoch nicht mit der Delta-Variante. Das Borkener Kreisgesundheitsamt habe sofort im Zusammenwirken mit der zuständigen Ortsbehörde die Kontaktpersonen ermittelt und in Quarantäne gesetzt und das Krankenhaus alle notwendigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet, betonte Dr. Zwicker.

Der Landrat nutzte die Gelegenheit, das Engagement aller mitwirkenden Kräfte in den Impf- und (Schnell-) Testzentren, Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken, Ortsbehörden und im Kreisgesundheitsamt hervorzuheben.

So sieht das Impfgeschehen im Kreis Borken (ohne Impfungen durch die Betriebsärzte, deren Zahlen dem Kreis nicht gemeldet werden) aktuell aus:

  • Kreis Borken (Stand: 26.06.2021, 24.00 Uhr): Erstimpfungen: 59,15 Prozent, vollständig geimpft: 42,61 Prozent
  • Zum Vergleich (mit Betriebarzt-Impfungen – Stand: 26.06.2021, 8 Uhr) NRW: Erstimpfungen: 55,6 Prozent, vollständig geimpft: 37,0 Prozent; Bund:Erstimpfungen:53,3 Prozent, Vollständig geimpft: 34,8 Prozent

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