Anne König (36) aus Borken oder Johannes Röring (61) aus Vreden? Die CDU-Mitglieder müssen sich im Wahlkreis Borken II zwischen diesen beiden Kandidaten für die kommende Bundestagswahl entscheiden. © CDU Kreis Borken
Wahlkreis Borken II

Anne König und Johannes Röring wollen für die CDU in den Bundestag

Moderner Wahlkampf gegen Kontinuität: Anne König und Johannes Röring wollen für die CDU bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Borken II antreten. Am Freitagabend stellten sie sich vor – online.

Wer soll‘s machen? Anne König, 36 Jahre, Lehrerin aus Borken? Oder Johannes Röring (61), Landwirt aus Vreden? Wer von beiden im September Bundestagskandidat für die CDU im Wahlkreis Borken II wird, das müssen die CDU-Mitglieder des aus zwölf der 17 Kommunen im Kreis Borken bestehenden Wahlkreises wohl erst im Frühling oder Frühsommer entscheiden.

Die Entscheidung, wen von beiden sie wählen sollen, die wollte die Kreis-CDU ihren Mitgliedern am Freitagabend mit einer Online-Kandidatenvorstellung erleichtern. Gut 300 CDU-Mitglieder hatten sich dazu über Kanäle wie Zoom und Youtube zugeschaltet.

Unterschiedliche Schwerpunkte aber noch keine Herausforderung

Unter der Moderation von Katharina Detert, Vize-Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes, und Journalist Dirk Terbahl steckten Herausforderin König und Röring, der seit 2005 den Wahlkreis vertritt, schon mal ein wenig die unterschiedlichen Schwerpunkte ab, ohne den Mitbewerber wirklich herauszufordern.

Unter dem Motto „Gemeinsam schaffen wir Neues“ hob König, seit 20 Jahren in der CDU und seit 2007 im Kreistag, hervor, dass ihr Themen wie Digitalisierung und eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf am Herzen lägen. Sie könne auf Menschen zugehen, könne zuhören und sei fleißig und engagiert, sagte die Borkenerin, die von ihrem Stadtverband nominiert worden ist. Die zweifache Mutter versprach einen „modernen Wahlkampf“, der auch Nicht-CDUler und junge Menschen anspreche.

Johannes Röring will letztmalig antreten

Johannes Röring, dessen Bewerbungsflyer den Titel „Mit Vertrauen in die Zukunft“ trägt, sagte, er wolle letztmalig für eine Bundestagswahl antreten. 61 sei ein Alter, „da gehen meine Mitschüler von früher auch noch nicht in Rente.“ Er biete „Erfahrung und know how“ sowie „Netzwerke in Berlin und vor Ort“ an. Röring warb mit Eigenschaften wie „Kontinuität und Verlässlichkeit“. Er betonte zudem seine Erfahrung beim Thema Landwirtschaft.

Als „Gewinn für die CDU“ bezeichnete Röring die mehr als eineinhalb Stunden dauernde Vorstellungsrunde und auch Anne König fand: „Es hat Spaß gemacht.“ Beide wollen angesichts der Coronapandemie und der Einschränkungen auch im weiteren Rennen um die Gunst der Mitglieder auf Formate wie Zoom-Meetings und digitale Gespräche setzen.

CDU wählt wohl im Frühsommer unter Corona-Bedingungen

Wann letztlich gewählt wird, steht derzeit noch nicht fest. Kreisgeschäftsführer Markus Jasper geht davon aus, dass das im Frühsommer der Fall ist. Wegen Corona wohl „Open air, auf einem Sportplatz oder in ähnlicher Umgebung“.

In einer ersten Version dieses Artikels hatten wir berichtet, dass Anne König seit sieben Jahren dem Kreistag des Kreises Borken angehört. Sie ist allerdings bereits seit 2007 Mitglied dieses Gremiums. Wir haben den Fehler korrigiert.

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