Bundestagskandidat Bastian Nitsche tritt für die Freien Wähler an. © pd
Bundestagswahl 2021

Bastian Nitsche: „Digitalisierung weiter vorantreiben“

Zwei Wahlkreise, 16 Kandidaten: Am 26. September sind die Wähler im Kreis Borken aufgerufen, bei der Wahl zum Deutschen Bundestag einem Bewerber oder einer Bewerberin ihre Stimme zu geben.

In loser Reihenfolge stellen wir Ihnen die Kandidaten vor. Heute Bastian Nitsche. Der frühere Kreisvorsitzende der FDP tritt im Wahlkreis 126 (Borken II) für die Freien Wähler an.

„Ich möchte für den Kreis Borken ein Sprachrohr im Bundestag sein“, sagt der 47-Jährige auf die Frage, warum er in den Bundestag einziehen wolle. Er hält die Bekämpfung der Coronaregeln und das Zurückfahren dieser Einschränkungen, verbesserte Warnsysteme im Katastrophenfall sowie die Minimierung bürokratischer Hürden für die derzeit drei wichtigsten Aufgaben der Politik in Deutschland.

Potenziale für den Naturschutz

Um das Leben im ländlichen Raum attraktiver zu machen, müsse die Digitalisierung („5G bis an jede Milchkanne“) vorangetrieben werden. Beim Klimaschutz sieht Nitsche viele Möglichkeiten und Potenziale zur Stromgewinnung mittels Fotovoltaik.

Der ÖPNV auf dem Land müsse attraktiver und strukturierter sein, findet er. Das müsse für Ticketpreise und Fahrtangebote gelten. Gleichwohl müssten Straßenausbau und Stärkung des ÖPNV miteinander einher gehen.

Blühstreifen und Bildungspolitik

Beim Thema Landwirtschaft müssten Blühstreifen weiter gefördert werden. Verbraucher sollten „Qualität und Klasse“ der „Masse“ vorziehen, damit die Landwirtschaft entsprechend reagieren könne.

Bildungspolitik in Nach-Coronazeiten müsse den Präsenzunterricht aufrechterhalten. Nur in „absoluten Ausnahmefällen“ solle „zeitlich begrenzt“ auf Wechselunterricht umgestellt werden. Nitsche spricht sich gegen eine „länderübergreifende Vereinheitlichung der schulischen Bildung“ aus. Aber: Bildungsabschlüsse müssten bundesweit vergleichbar sein.

Koalition nur mit großer Schnittmenge möglich

Welche Partei ihm im Falle einer Regierungsbeteiligung der Freien Wähler die liebste sei? Nitsche nennt keine Namen. „Eine Koalitionsbeteiligung ist aus meiner Sicht nur mit der Partei möglich, mit der die größten Schnittmengen erreicht werden können“, so der Borkener.

Der größte Pluspunkt des Kreises Borken ist aus Sicht der Kandidaten, dass dieser „wirtschaftlich und strukturell bunt aufgestellt“ und flexibel sei. Das größte Problem ist aus Nitsches Sicht die große räumliche Ausdehnung des Flächenkreises.

Zur Person Bastian Nitsche

Alter: 47

Wohnort: Borken

Familienstand: ungebunden

Kinder: keine

Beruf: Vertriebsassistent

Politisches Vorbild:

Eine Zeitlang der frühere Innenminister und spätere Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP).

Welchen Beruf wollten Sie als Kind wählen?

Das hat häufig gewechselt.

Hobbys:

Als Ausgleich: Schwimmen und Radfahren. Als Zuschauer: American Football.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden, wenn Sie im Kreis Borken unterwegs sind?

Unterschiedlich. Nach einer gemütlichen Radtour sind der Borkener Pröbstingsee oder der Bocholter Aasee häufiges Ziel. In Sachen Gastronomie die Borkener oder Bocholter Innenstadt.

Was ist ihre Stärke, was ihre Schwäche in der Politik?

Ich kann Darstellungen und Herausforderungen zwar erfassen, eine schnelle Antwort will mir nicht immer sofort einfallen.

Welche Tugend sollte ein Politiker unbedingt mitbringen?

Offenheit und Ehrlichkeit.

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