Der Angeklagte (verdeckt) mit seinen Verteidigern Rüdiger Beimesche (links) und Ilhan Kavak kurz vor der Urteilsverkündung (rechts Dolmetscher Yehia Tormos).
Der Angeklagte (verdeckt) mit seinen Verteidigern Rüdiger Beimesche (links) und Ilhan Kavak kurz vor der Urteilsverkündung (rechts Dolmetscher Yehia Tormos). © Ludwig van der Linde
Gerichtsprozess

Bocholter Mordprozess: Messerstecher (33) zu langer Haftstrafe verurteilt

Der 33-jährige Deutsch-Iraker, der in Bocholt einen 21-jährigen Afghanen aus Eifersucht erstochen hat, wurde jetzt verurteilt. Aber nicht wegen Mordes. Die Haftstrafe ist dennoch lang.

Bei der Urteilsverkündung zeigte der Angeklagte keine Emotionen, obwohl die Strafe deutlich ausfiel. Der 33-jährige Deutsch-Iraker muss wegen Totschlags und Körperverletzung für 13 Jahre und 6 Monate ins Gefängnis. Das Schwurgericht in Münster sah es als erwiesen an, dass der Mann am 8. Februar den neuen Freund seiner Ex-Frau mit 35 Messerstichen getötet hat.

Im Gegensatz zum Staatsanwalt, der auf Mord und auf eine lebenslange Freiheitsstrafe plädiert hatte, ging das Gericht von Totschlag aus. Hinzu kamen drei Fälle von Körperverletzung. Der 33-Jährige hatte seine Ex-Frau am 18. November letzten Jahres geschlagen, gewürgt und mit dem Messer bedroht. Die Verteidigung hatte sich in ihrem Plädoyer für eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren wegen Totschlags ausgesprochen.

Sechs Verhandlungstage

Eifersucht und abgrundtiefer Hass als Antrieb

Verteidiger sieht keine Mordmerkmale

Mordmerkmale lassen sich nicht eindeutig nachweisen

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