Silvester

Böllern ist an Silvester erlaubt – die Polizei weist auf Regeln hin

Es gibt kein grundsätzliches Böllerverbot an Silvester. Die Polizei verrät, was erlaubt ist und was nicht.
Feuerwerk zu zünden, ist zwar nicht grundsätzlich verboten, aber in diesem Jahr werden keine Böller und Raketen verkauft. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Der kommende Jahreswechsel wird sich für viele Menschen erheblich von den gewohnten Traditionen unterscheiden. Der Gesundheitsschutz der Allgemeinheit lässt es nicht zu, dass allerorts viele Menschen zusammen kommen, um zu feiern und auf das neue Jahr anzustoßen. Die Polizei im Kreis Borken geht davon aus, dass die meisten Menschen vernünftig sind und sich an die Regeln zum Schutz vor einer Ausbreitung der Corona-Infektionen halten – so war es an den Weihnachtstagen, aber auch zu Halloween oder im Karneval. Das schreibt die Kreispolizeibehörde in einer Pressemitteilung.

„Da wir dennoch ein erhöhtes Einsatzaufkommen nicht ausschließen können, werden wir verstärkt präsent sein, um für Sicherheit zu sorgen“, so Polizeidirektor Peter Hilp, „Dabei wird es nicht um beliebige Kontrollen im privaten Raum gehen, sondern um die allgemeine Sicherheits- und Verkehrslage. Klar ist aber auch, dass die Polizei eingreifen wird, wenn Menschen über die Stränge schlagen und trotz des Verbots Partys feiern.“

Kein Grundsätzliches Böllerverbot

Da es kein grundsätzliches „Böllerverbot“ gibt, appelliert die Polizei an diejenigen, die darauf nicht verzichten können, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Silvesterfeuerwerk. Die Kontaktbeschränkungsverbote im öffentlichen Raum müssen ebenso eingehalten werden, wie das Verbot, dort Alkohol zu verzehren. Zudem weist die Polizei darauf hin, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkshäusern ohnehin verboten ist. Und: der Erwerb von „Polenböllern“ stelle eine Straftat dar.

„Jeder, der an den Feiertagen mit seinem Fahrzeug unterwegs ist, sollte auf Alkohol verzichten oder auf Bus, Bahn und Taxi umsteigen“, rät Frank Schulz, Leiter der Direktion Verkehr. Die Polizei im Kreis Borken wird rund um den Jahreswechsel schwerpunktmäßig Alkohol-und Drogenkontrollen durchführen.

„Wer sein Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen führt, verhält sich unverantwortlich, rücksichtslos und gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer“, so Frank Schulz weiter. Was viele nicht wissen: Wer in einen Unfall verwickelt wird oder unsicher fährt, kann schon ab 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration oder bei Drogeneinfluss seinen Führerschein verlieren.

Auch Fahrradfahrer riskieren ihren Führerschein, wenn sie unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss fahren.

  • Bei den Kontrollen zum Jahreswechsel 2019/2020 wurden 137 Fahrzeugführer überprüft. Drei Autofahrer standen unter Alkoholeinfluss, zwei weitere hatten Drogen konsumiert – zwei Führerscheine wurden beschlagnahmt.

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