Mehrere laminierte Zettel wie dieser hier tauchten am Mittwochmorgen rund um die Ludgerusschule (Teilstandort) auf. © BBV
Coronavirus

Corona-Leugner legen Zettel in der Nähe von Bocholter Schule aus

Von einer Fake-Pandemie und einem drohenden Impfzwang ist die Rede auf Zetteln, die in Nähe der Ludgerusschule in Bocholt ausgelegt wurden. Behörden sehen jedoch keinen Anlass, tätig zu werden.

Rund um den Teilstandort der Ludgerusschule (ehemals Klaraschule) in Bocholt sind am Mittwoch mehrere laminierte Zettel aufgetaucht, die die Corona-Pandemie leugnen. Weder Polizei noch Ordnungsamt sehen darin jedoch eine Ordnungswidrigkeit oder den Aufruf dazu.

Die Polizei war am Mittwochvormittag vor Ort, um den Sachverhalt zu prüfen, sah aber keine Veranlassung, dagegen vorzugehen, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Auch das Ordnungsamt sah am Donnerstag keinen Anlass, behördlich tätig zu werden. „Es liegt nach Prüfung durch das Ordnungsamt weder eine Ordnungswidrigkeit noch eine Straftat vor, sondern das Geäußerte fällt unter freie Meinungsäußerung“, sagte Stadt-Pressesprecher Karsten Tersteegen.

Stadt empfiehlt, sich bei seriösen Quellen zu informieren

Auf den Blättern, die unter anderem auf dem Weg zwischen Schule und Norbertkirche auslagen, wird etwa behauptet, dass die jetzige Pandemie ausgedacht sei („Fake-Pandemie“). Außerdem werden Zweifel daran geäußert, dass die weltweit geplanten Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen gesundheitlich unbedenklich seien, und es wird vor einer drohenden Zwangsimpfung gewarnt.

Nach Ansicht des Ordnungsamts werden auf den Blättern „zweifelhafte, nicht gedeckte Behauptungen aufgestellt“, die die Leser der Zettel offenbar verunsichern sollen. Die Stadt Bocholt empfiehlt: Leser der Blätter sollten sich nicht verrückt machen lassen, sondern seriöse Quellen nutzen, um Informationen zu beziehen.

Vor drei Wochen hatte offenbar ein Corona-Leugner vor dem Hauptstandort der Ludgerusschule ein Kind angesprochen und es aufgefordert, den Mund-Nasen-Schutz abzunehmen. Damals war die Polizei tätig geworden, weil sie den Vorfall als Aufruf zum Verstoß gegen die Corona-Verordnung ansah.

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