Coronavirus Kreis Borken

Coronavirus: Vier der sechs Verstorbenen waren nicht geimpft

Sechs Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gab es in der vergangenen Woche im Kreis Borken. Vier von sechs Verstorbenen waren nach Angaben des Kreises Borken nicht geimpft.
Coronatests sind im Kreis Borken seltener positiv als vor einigen Wochen. Die Zahl der Neufälle ist gegenüber der Vorwoche um acht Prozent zurückgegangen. © picture alliance/dpa

Im Zeitraum vom 27. September bis zum 3. Oktober 2021 gab es im Kreis Borken 127 (Vorwoche: 138) gemeldete Neuinfektionen. Damit ist die Zahl der Neufälle gegenüber der Vorwoche um 8 Prozent zurückgegangen. Das teilt das Kreisgesundheitsamt Borken mit und erklärt: „Nach zuvor hoher Dynamik hat sich das Infektionsgeschehen in den vergangenen Wochen weiter beruhigt und auf relativ niedrigem Niveau stabilisiert.“

Am 27. September lag der Inzidenzwert bei 32,3, am 3. Oktober stand er bei 34,5. „Die Inzidenz schwankt seit vielen Tagen um den Wert 35 und ist im bundes- und landesweiten Vergleich weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt“, so das Gesundheitsamt (Bund 64,7; NRW 54,2 am 3.10.2021). Zudem hieß es aus dem Borkener Kreishaus, dass sich das Infektionsgeschehen weiterhin über das gesamte Kreisgebiet verteile.

Ursächlich für die Neuinfektionen sind nach den Feststellungen der „Containment-Scouts“ des Kreisgesundheitsamtes Kontakte:

  • am Arbeitsplatz: 8 Fälle; 6,4 Prozent (Vorwoche: 14 Fälle; 10,1 Prozent)
  • im Haushalt / Privat: 51; 40,1 Prozent (Vorwoche: 45; 32,6 Prozent), Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Folgeinfektionen im häuslichen / familiären Umfeld).
  • bei Reisen: 15; 11,9 Prozent (Vorwoche: 11; 8 Prozent)
  • bei Feiern: 2; 1,5 Prozent (Vorw. 4; 2,9 Prozent)
  • in Einrichtungen: 5; 3,9 Prozent (Vorwoche: 8; 5,9 Prozent)
  • in Schulen: 1; 0,7 Prozent (Vorwoche: 1; 0,7 Prozent). Nicht ermittelt werden konnte die Ursache in 45 Fällen, also 35,5 Prozent, (Vorwoche: 55; 39,8 Prozent).

Es gab damit lediglich kleinere Verschiebungen bei den „Infektionsquellen“. Der Anteil derjenigen Personen, die die Herkunft ihrer Infektion nicht erklären können, hat leicht abgenommen. Dafür ist das Folgegeschehen in familiären Zusammenhängen wieder leicht angestiegen.

Eine Vielzahl von Einzelinfektionen – kaum Ausbrüche

Wichtig: Das Infektionsgeschehen ist nach Angaben des Kreises wie in den Wochen zuvor vor allem durch eine Vielzahl von Einzelinfektionen und nicht durch Ausbruchsgeschehen geprägt. Schule wie auch Kindergarten tragen kaum noch zum Infektionsgeschehen bei. Folgeinfektionen in den Schulen und Kindergärten sind weiterhin die absolute Ausnahme.

Das Ausbruchsgeschehen in einer Pflegeeinrichtung aus der vorletzten Woche ist nicht stärker eskaliert. Es treten in Einrichtungen nur vereinzelt Infektionen auf.

Von den 127 (Vorwoche: 138) Neuinfektionsfällen waren 64 (60) Personen vollständig geimpft. Das Kreisgesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass die Geimpften deutlich mildere Krankheitsverläufe erleben: „Klar ist aber auch, dass Geimpfte weiterhin aufgerufen sind, die geltenden Schutzregeln zu beachten und insbesondere auf Symptome zu achten und diese kurzfristig abklären zu lassen.“ Insgesamt ist die Anzahl von Covid-Patienten in stationärer Behandlung beziehungsweise intensivmedizinischer Behandlung in der Berichtswoche weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Zu den Impfquoten: Der Anteil der vollständig Geimpften im Kreis Borken lag – Stand 6. Oktober – bei 73,4 Prozent, bezogen auf die Bevölkerung ab 12 Jahren bei 83,5 Prozent.

Vom Infektionsgeschehen sind mehrheitlich die jüngeren Altersgruppen betroffen (70 Personen sind 40 Jahre und jünger). Dies entspricht ebenfalls der bundesweiten Entwicklung.

Im Zusammenhang mit Covid 19 sind in der vergangenen Woche (27.9. bis 3.10.) sechs Todesfälle hinzugekommen. Die Verstorbenen sind 32, 60, 73, 80, 81 und 89 Jahre alt. Vier der sechs Verstorbenen waren nicht geimpft.

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