Auf dem Weg an die Politik-Spitze: Hendrik Wüst mit seiner parteiinternen Konkurrentin Ina Scharrenbach. © dpa
Verkehrsminister aus Rhede

Die Chancen für Hendrik Wüst auf das Ministerpräsidentenamt steigen

Am Tag nach der Bundestagswahl stellte die CDU im Hintergrund die Weichen für den örtlichen Landtagsabgeordneten.

Während der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet in Berlin um sein politisches Überleben kämpft, stellen die Christdemokraten in NRW die Weichen für seine Nachfolge als Regierungschef im Düsseldorfer Landtag. Die Chancen steigen, dass bereits in wenigen Wochen Hendrik Wüst dieses Amt übernehmen wird. Der 46-jährige Rheder sitzt für Bocholt, Rhede und Isselburg im Landtag und bekleidet seit der letzten Landtagswahl das Amts des Verkehrsministers.

Für die Nachfolge Laschets als Ministerpräsident gibt es noch eine weitere Aspirantin: Bauministerin Ina Scharrenbach. Wüst hat allerdings die bessere Startposition, da er das in der NRW-Landesverfassung vorgeschriebene Landtagsmandat besitzt, um schon in Kürze zum Ministerpräsidenten gewählt werden zu können.

Wüst will sich jetzt noch nicht äußern

Im Gespräch mit dem Bocholt Borkener Volksblatt (BBV) mochte sich Wüst noch nicht zu seiner Personalie äußern. Stattdessen verweist er auf die anstehende Entscheidung der Partei-Gremien. Im Hintergrund haben die Christdemokraten aber bereits die Weichen für die Wahl von Wüst gestellt: Nach BBV-Informationen haben sich sechs der acht mächtigen CDU-Bezirksvorsitzenden bereits für Wüst ausgesprochen. Zudem genießt Wüst die Rückendeckung von mehreren Parteigliederungen, darunter die Nachwuchsorganisation Junge Union.

Führende CDU-Politiker gehen davon aus, dass zunächst der Landesparteitag am 23. Oktober in Bielefeld die Nachfolge für Landesparteichef Laschet und die Spitzenkandidatur klären wird. Danach soll der Landtag den neuen Ministerpräsidenten wählen. Da die CDU/FDP-Koalition nur eine Stimme Mehrheit hat, kommt es auch auf die Freien Demokraten an. Das bedeutet: Bereits in einem Monat dürfte klar sein, ob Wüst der nächste Regierungschef in NRW wird.

Für Bocholts CDU-Vorsitzenden Lukas Kwiatkowski ist klar: „Hendrik Wüst wäre ein sehr guter Ministerpräsident.“

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