Im Bleker Autoforum Ahaus findet das Duell der Bürgermeisterkandidaten statt. © Bernd Schlusemann
Gewerbepark

Eidechsen werden umgesiedelt: Bleker kann in Borken erweitern

Das Autohaus Bleker kann an ihrem Standort im De-Wynen-Gewerbepark in Borken erweitern. Zuvor müssen aber auf der 2,5 Hektar große Fläche Zauneidechsen umgesiedelt werden.

Die Erweiterung des Bleker-Standortes im De-Wynen-Gewerbepark wird voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, ist bereits im August die Baugenehmigung erteilt worden. Autohäuser der Unternehmsgruppe Bleker sind an mehreren Standorten im Münsterland vertreten, auch in Ahaus.

Nach Mitteilung der Stadt Borken enthält die Auflage, die auf dem Gelände befindlichen Eidechsen fachgerecht aufzusammeln und umzusetzen. Außerdem wurde geregelt, die Umsetzung der naturschutzrechtlichen Auflagen von einem Gutachter begleiten zu lassen. „Eine Umsetzung der Baugenehmigung ist somit erst nach Erfüllung dieser Auflage möglich“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt.

Grünes Licht von der Unteren Naturschutzbehörde

Mit der Begleitung hat das Unternehmen das Büro Ökon aus Münster beauftragt. Von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises hat es für dieses Vorgehensweise laut Stadt im November grünes Licht gegeben. Wie Firmenchef Hermann Bleker gegenüber der Borkener Zeitung betonte, würden die Auflagen selbstverständlich erfüllt.

Wie mehrfach berichtet, will Bleker künftig eine 2,5 Hektar große Fläche am Rande des Gewerbeparks nutzen, die als ökologisch wertvoll gilt. Darauf soll eine Halle errichtet werden. Die in dem Gebiet beobachteten Zauneidechsen sollen daher auf den nahen Fliegerberg umgesiedelt werden. Das Aufsammeln sei jahreszeitlich abhängig und könne ab April erfolgen, so die Stadtverwaltung.

Am Rande des Gewerbeparks will die Unternehmensgruppe Bleker ihr Firmengelände erweitern.
Am Rande des Gewerbeparks will die Unternehmensgruppe Bleker ihr Firmengelände erweitern. © Peter Berger © Peter Berger

Der weitere ökologische Ausgleich ist über den Bebauungsplan geregelt. Hierzu gehören die extensive Beweidung der Freifläche am Fliegerberg und die ökologische Aufwertung der Waldrandbereiche. Diese wurden zwischen der Stadt und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geregelt.

Ersatzaufforstung geplant

Zusätzlich erfolgt eine naturnahe Ersatzaufforstung einer rund 2,8 Hektar großen Fläche. Die Anpflanzung erfolge mit standortheimischen Gehölzen wie Stieleiche und Hainbuche. Sie werden in den Wintermonaten 2020/2021 durch die Forstbetriebsgemeinschaft durchgeführt.

Ob sich die Firma an den Kosten für den ökologischen Ausgleich beteiligen werde, beantwortete die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr im Zuge der politischen Beschlussfassung damit, dass die Vorplanungskosten über den Quadratmeterpreis, den die Stadt berechne, refinanziert würden.

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