In einem Haus in Isselburg hat die Polizei drei Leichen gefunden. © Ludwig van der Linde
Familiendrama

Familiendrama in Isselburg: Motiv war offenbar eine Trennung

Nach dem erweiterten Suizid in Isselburg hat die überlebende 14-jährige Tochter bei der Polizei erste Angaben gemacht. Demnach könnte die Trennung der Eltern das Motiv des Vaters gewesen sein.

In Isselburg soll am frühen Donnerstagmorgen (17. Dezember) ein 51-jähriger Mann seine Frau und seine 17-jährige Tochter getötet haben. Das berichten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Polizei fand am Morgen in einem Wohnhaus an der Danziger Straße drei Leichen. Die 14-jährige Tochter befand sich ebenfalls in dem Haus, bleib aber unverletzt.

„Bei Eintreffen der Polizei hielt sich das Mädchen in einem Zimmer auf, welches von außen verschlossen war. Obwohl ihr Vater auch ihr mit dem Tod gedroht haben soll, setzte er sein Vorhaben nicht um“, sagt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Streitigkeiten in der Trennungsphase waren wohl Motiv

Am Nachmittag machte das Mädchen erste Angaben. „Die 14-Jährige ist stabil und konnte durch Polizeibeamte befragt werden“, so Botzenhardt. Als Motiv für die Tat kommen demnach Streitigkeiten im Rahmen einer schon länger andauernden Trennungsphase des Ehepaares in Betracht. Die 14-Jährige wird durch Verwandte und das Jugendamt betreut.

Der Tatort liegt an der Danziger Straße am Südostrand des Ortsteils Isselburg. Die Umgebung des Hauses ist durch die Einsatzkräfte derzeit noch weiträumig abgesperrt. Um die Tat zu klären, hat das Polizeipräsidium Münster eine Mordkommission gebildet.

14-Jährige wurde unverletzt im Haus gefunden

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Münster, der Kreispolizei Borken und der Polizei Münster hatte der Mann am Morgen einer Bekannten von der Tat erzählt, die daraufhin sofort die Polizei verständigte. Beamte fuhren zur Wohnung in Isselburg. Dort fanden sie den mutmaßlichen Täter, dessen 46-jährige Frau und die ältere Tochter (17) der beiden tot auf.

Aufgrund der vorgefundenen Situation vermutet die Polizei, dass der Mann die Tat begangen und sich anschließend das Leben genommen hat.

Obduktion ist für Freitag geplant

„Ich weiß nicht, ob es überhaupt einen Abschiedsbrief gibt“, sagt Botzenhardt im Gespräch. „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang.“ Die Obduktion der Leichen sei für Freitag (18. Dezember) geplant.

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