US-Investor Carlyle jetzt offiziell neuer Eigentümer des Bocholter Antriebsspezialisten Flender. © Sven Betz
Flender

Flender-Wechsel von Siemens zu Carlyle ist jetzt unter Dach und Fach

Flender-Verkauf erfolgreich abgeschlossen

Die Wege von Flender und Siemens haben sich jetzt auch offiziell getrennt. Wie der Weltkonzern am Mittwoch berichtet, ist der Verkauf des Bocholter Antriebsspezialisten an die Carlyle-Group nach dem Erhalt der notwendigen Freigaben durch die zuständigen Behörden erfolgreich abgeschlossen.

Zwei-Milliarden-Deal

Knapp über zwei Milliarden Euro musste die Gruppe für diese Transaktion an Siemens überweisen, die der Konzern im Oktober letzten Jahres angekündigt hatte (das BBV berichtete).

Seit 2005 gehörte Flender zu Siemens und war zuletzt Teil der Portfolio Companies. Hier bündelt der Konzern ertragsschwache Sparten, die wenig Synergien mit anderen Bereichen haben und verkauft oder zurück in die Erfolgsspur geführt werden sollen. Den ursprünglichen Plan, das Bocholter Unternehmen an die Börse zu bringen, hatte Siemens verworfen und sich für den Verkauf an einen Finanzinvestor entschieden.

Das Rennen machte die Carlyle-Gruppe, die 1987 gegründet wurde und ihren Sitz in Washington hat. Sie ist eine der größten börsennotierten US-amerikanischen privaten Beteiligungsgesellschaften weltweit. Um den Zwei-Milliarden-Deal zu verwirklichen, hat die Gruppe ein weltweites Finanzkonsortium gebildet.

Südkoreanische Beteiligung

Zuletzt schloss sich dem eine Maklereinheit der südkoreanischen NongHyup Finanzcial Group an. Laut Medienberichten legten die Südkoreaner rund 270 Millionen US-Dollar von inländischen Investoren zusammen, um die Übernahme zu unterstützen. Der Siemens-Deal soll den Berichten nach den Geldgebern eine jährliche Rendite von vier bis fünf Prozent bringen.

Der Flender-Betriebsrat hatte vor dem Verkauf zusammen mit der IG Metall und dem Gesamtbetriebsrat der Siemens AG mit der Carlyle-Gruppe eine Zukunfts- und Nachhaltigkeitsvereinbarung geschlossen. Die sieht unter anderem eine fünfjährige Standort- und Beschäftigungsgarantie vor. Außerdem bestehe große Einigkeit mit Carlyle, dass Flender auch zukünftig ausreichend mit Investitionen, Innovationen und gut ausgebildeten Fachkräften am Markt wachsen soll.

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