Von ihrem Auto aus konnten die Besucher des Drive-in-Gottesdienstes das Krippenspiel in Holtwick auf einer Leinwand mit verfolgen. © Herbert Sekulla
Drive-in-Gottesdienst

Gesundheitsminister und Bischof grüßten beim Gottesdienst von der Leinwand

Beim Drive-in-Gottesdienst zum Weihnachtsfest in Bocholt haben Politiker und Seelsorger vor dem Krippenspiel von der Leinwand gegrüßt.

Frohe Weihnachten“: Dieser Gruß, den sich zu Weihnachten Millionen Menschen auf der Welt gegenseitig überbringen, wurde auch den Besuchern des Drive-in-Gottesdienstes überbracht – von Gesundheitsminister Jens Spahn, Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Superintendent Joachim Anicker und Bischof Felix Genn.

Natürlich nicht persönlich, sondern auf einer großen Leinwand am Berliner Platz.

Für alle Teilnehmer des Familiengottesdienstes am Heiligabend war es eine Neuheit, Weihnachten so gemeinsam in einer außergewöhnlichen Form so zu feiern. Bundesgesundheitsminister Spahn brachte es auf den Punkt: „Wir leben in einer besonderen Zeit. Das ist eine bittere Medizin, damit sie wirkt müssen wir auf Abstand gehen“.

Umfrage und Krippenspiel-Reportage

Zusammen mit Pastoralreferentin Eva Olejok feierte Pfarrer Matthias Hembrock diesen außergewöhnlichen Gottesdienst, der zunächst mit einer kleinen Umfrage begann. Eva Olejok wollte beispielsweise wissen, wie viele Menschen aus Bocholt oder aus einem anderen Ort auf dem Platz waren. Die Antworten übermittelten die Teilnehmer durch ihr Warnblinklicht.

Jan, der rasende Reporter der St.-Georg-Gemeinde, hatte sich in das Bauerncafé Eßingholt in Holtwick begeben und berichtete von dem Krippenspiel, das die Kinder dort für die Gottesdienstbesucher aufführten. Ein Krippenspiel mit lebenden Figuren und sogar mit einem Esel. So ging der Stern von Bethlehem symbolisch über dem Berliner Platz auf.

Trompetenklänge aus der Kirche

Die Weihnachtslieder des Gottesdienstes wurden aus der Georgskirche übertragen und dort von einem Trompetenquartett gespielt. Der Chor der evangelischen Gemeinde erfreute die Gottesdienstbesucher ebenfalls. Der gesamten Gottesdienst wurde über den Kanal 92,7 übertragen und wer mochte, konnte die Lieder in seinem Auto mitsingen, und das taten viele Gottesdienstbesucher mit Leidenschaft.

Für Pfarrer Hembrock war die coronabedingte Lösung ein voller Erfolg, und er zeigte sich von den Gläubigen tief beeindruckt. „Der Erwachsenengottesdienst am Heiligen Abend war das Crescendo der drei vorausgegangen Gottesdienste“, sagte der Pfarrer. Von den etwa 1000 Gläubigen, die am Donnerstag auf den Berliner Platz kamen, seien etwa 10 bis 20 Prozent von auswärts gekommen. Auch viele Besucher hätten ihm für das gelungene Experiment gedabkt, so Hembrock. „Die Gläubigen haben sich alle über die Warnblickanlage und die Hupe auf ihre Weise am Gottesdienst beteiligt, das hat mich sehr erfreut“, sagte er. Positiv beurteilte Hembrock auch die Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde des Bonhoefferhauses. Da dort alle Gottesdienste ausgefallen waren, hatte der Seelsorger Andreas Eichler die Gelegenheit, die Predigt zu halten. „Zusammenfassend kann ich sagen, das war das Beste, was wir in dieser Situation machen konnten“, sagte Hembrock.

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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