Freuen sich über die Fertigstellung der Erweiterung des I-Parks im Zeit- und Kostenrahmen, v.l.n.r.: Projektleiter Hermann-Josef Vogt, Bürgermeister Thomas Kerkhoff, ESB-Leiter Heinz Welberg und Stadtbaurat Daniel Zöhler. © Stadt Bocholt
Industriepark-Erweiterung

Günstiger als gedacht: Bocholt bekommt 27,6 Hektar Gewerbeflächen dazu

Die Stadt Bocholt freut sich auf die Erweiterung des Industrieparks. 27,6 Hektar werden gerade erschlossen. Und die Arbeiten sind deutlich günstiger als gedacht.

Die Erschließung der Industriepark-Erweiterung in Bocholt ist so gut wie abgeschlossen. Und: Die Baukosten betragen rund 4,5 Millionen Euro und liegen damit unterhalb der Prognosen, wie die Stadtverwaltung berichtet. In den kommenden Tagen stünden nun nur noch Restarbeiten an einem der beiden Regenklärbecken an.

„Fristgerecht und innerhalb der Kostenberechnung“; diese Aussage hört man im Zusammenhang mit großen Baumaßnahmen in der letzten Zeit eher selten. „Umso erfreulicher ist es, dass diese beiden Eigenschaften ausgerechnet auf eines der größten Erschließungsprojekte der jüngeren Vergangenheit der Stadt Bocholt zutreffen, die südliche Erweiterung des Industrieparks Bocholt“, sagt Bürgermeister Thomas Kerkhoff.

27,6 Hektar neue Gewerbefläche sind wichtiger Standortfaktor

Die Fläche mit dem Arbeitstitel „IP-Erweiterung XXL“ wird in Ost-West Richtung von der Mussumer Ringstraße und der Pannemannstraße begrenzt, in Nord-Süd Richtung von der B 67 und der Straße Am Laaker Bach. „Das realisierte Projekt stellt mit der Sicherung ausreichender Gewerbeflächen, insgesamt haben wir 27,6 Hektar zur Verfügung, einen wichtigen Standortfaktor für die Stadt Bocholt dar“, ist sich Kerkhoff sicher.

Bis zum Abschluss der notwendigen Erschließungsarbeiten war es jedoch kein gerader Weg. Nach Durchführung der notwendigen Beteiligungsverfahren mit vielen Informations- und Abstimmungsgesprächen mussten umfangreiche archäologische Voruntersuchungen durchgeführt werden. Diese, beauftragt durch die städtische Bodenwirtschaft und örtlich betreut durch den Entsorgungs- und Servicebetrieb (ESB) zogen sich alleine über gut ein Jahr Bauzeit hin.

Erschließung begann Mitte Januar

Im Ergebnis fanden die Archäologen Spuren frühzeitlicher Hofanlagen inklusive entsprechender Nebeneinrichtungen aber auch bedeutende Einzelfunde wie ein Bronzebeil, einen Holzbrunnen oder Kinderschuhe aus Leder.

Nachdem die Archäologen die Fläche freigegeben hatten, erfolgte am 15. Januar der Start der Erschließungsarbeiten. Insgesamt baute der städtische Entsorgungsbetrieb ESB 1.500 Meter Schmutzwasserkanal sowie 1.600 Meter Regenwasserkanal und 12.000 Quadratmeter Baustraße.

Weiterhin gehören zur Entwässerung zwei Regenklärbecken mit einem Volumen von zusammen ca. 275 Kubikmeter, die das anfallende Regenwasser der Straßen und Flächen reinigen, bevor es in die Regenrückhaltebecken fließt. Diese in Erdbauweise hergestellten Becken mit einem Volumen von insgesamt ca. 10.000 Kubikmeter dienen als Zwischenspeicher und Puffer, bevor das Wasser gedrosselt dem Laaker Bach zugeführt wird.

Mit der Drosselung der Abflüsse sollen die Unterlieger des Laaker Baches vor einem zu hohen Zustrom geschützt werden. Als positiver Nebeneffekt der Baumaßnahme konnten naheliegende Bestandsgebäude an die zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen werden.

Baukosten liegen 1,3 Millionen Euro unter der Planung

Die geschätzten Kosten für die nun fertiggestellten baulichen Anlagen beliefen sich in der Planungsphase auf rd. 5,8 Mio. €.

„Durch die Nutzung von Synergieeffekten und vor allem durch ein ambitioniertes Management der Ausschreibungen konnten gute Preise am Markt erzielt werden“, berichtet Stadtbaurat Daniel Zöhler. Dabei konnten die verschiedenen Gewerke an mittelständische Bauunternehmen der Region vergeben werden. Beschleunigt wurden die Kanal- und Straßenbauarbeiten durch den parallelen Einsatz von drei Baukolonnen.

Im Ergebnis betragen die Baukosten rund 4,5 Millionen Euro und liegen damit unterhalb der prognostizierten Kosten. In den kommenden Tagen stehen lediglich noch Restarbeiten an einem der beiden Regenklärbecken an. Damit wird auch das durch den ESB anvisierte Bauzeitende August 2021 erreicht .

ESB-Projektleiter Hermann-Josef Vogt, der neben den Erschließungsarbeiten auch die archäologischen Untersuchungen betreute, freut sich zusammen mit Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Baudezernent Daniel Zöhler und ESB-Betriebsleiter Heinz Welberg über den Abschluss der Arbeiten und das gelungene Gesamtergebnis.

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