Mit mehreren Einsatzkräften war die Kreispolizei am Abend des 6. Oktober vor dem Firmengebäude in Bocholt präsent, in dem die Auseinandersetzung stattgefunden hat. © Sven Betz
Bocholt

Haftbefehl wegen Eintreiben einer Geldsumme im Millionenbereich

Ein Haftbefehl wurde gegen einer der Männer vollstreckt, die im Oktober 2020 eine Geldsumme im Millionenbereich eintreiben wollten und dafür auch zu harten Maßnahmen griffen.

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen zu dem Vorfall gerieten ein 35 Jahre alter Düsseldorfer sowie zwei 41 Jahre alte Männer aus Ratingen und Köln in Tatverdacht. Gegen den 35-Jährigen wurde jetzt Untersuchungshaft angeordnet, wie die Staatsanwaltschaft Münster und die Kreispolizei Borken am Dienstag gemeinsam erklärten.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, dass sie von dem Geschädigten eine angeblich bestehende Geldsumme im Millionenbereich eintreiben wollten und auf den Geschädigten eingeschlagen haben, um der Forderung Nachdruck zu verleihen. Dem 35-Jährigen wird zudem vorgeworfen, eine Schusswaffe durchgeladen und den Geschädigten mit der Waffe gegen den Kopf geschlagen zu haben.

Tatverdächtiger schweigt zu Tatvorwürfen

Im Zuge der Ermittlungen wurden nach richterlichen Beschlüssen die Wohnungen der Tatverdächtigen in Düsseldorf, Köln, Ratingen und Bocholt (hier ist der Düsseldorfer ebenfalls wohnhaft gewesen) durchsucht. Gegen den 35-Jährigen beantragte die Staatsanwaltschaft Münster einen Untersuchungshaftbefehl. Der Haftrichter ordnete die Untersuchungshaft an.

Bislang äußerte sich der Tatverdächtige nicht zu den Vorwürfen. Juristisch konkret wird dem Beschuldigten eine gemeinschaftlich begangene versuchte schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit einer gefährlichen Körperverletzung und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Zwei weitere Beschuldigte auf freiem Fuß

Die beiden anderen Beschuldigten befinden sich weiter auf freiem Fuß. Die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel sowie die Ermittlungen zu den Hintergründen und möglichen weiteren Beteiligten dauern an, heißt es weiter.

Wenige Tage vor diesem Vorfall war einem 28-jährigen Bocholter Unternehmer eine Tasche mit mehr als 500.000 Euro Bargeld vom Dachboden gestohlen worden. Vermutungen, dass es zwischen diesen beiden Fällen einen Zusammenhang gibt, wollte Frank Rentmeister, Pressesprecher der Kreispolizei Borken, auf BBV-Anfrage nicht bestätigen. „Wegen der laufenden Ermittlungen geben wir keine weiteren Auskünfte zu den Hintergründen der Tat“, sagte Rentmeister.

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