Die Nachfrage nach Tests ist wieder hoch. © Horst Andresen
Coronavirus

Im Kreis Borken wird aktuell täglich fast 10.000 Mal getestet

Die Nachfrage nach Tests ist wieder hoch, sagt der Kreis Borken. Gleich elf solcher Stellen hat das DRK im Kreis Borken (wieder)-eröffnet.

Die Zahl der Coronatests im Kreis Borken hat zehn Tage nach Wiedereinführung der kostenlosen Bürgertests fast wieder die Zahl erreicht, die es vor der Einführung der Kostenpflicht gegeben hatte. Allein am Montag habe man 9000 solcher Tests gezählt, sagte Kreisvorstandsmitglied Dr. Elisabeth Schwenzow im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung. Am Sonntag waren es kreisweit sogar 20.107 Tests gewesen. Vor der Wiedereinführung der kostenlosen Bürgertestungen am 13. November hatte die tägliche Zahl lediglich im unteren vierstelligen Bereich gelegen.

Mehr als 100 Teststationen

Laut Schwenzow ist die kreisweite Versorgung mit Teststellen im Kreis Borken gut. Nachdem wegen der Einführung kostenpflichtiger Tests einige Anbieter ihre Angeboten geschlossen hatten, gebe es nun fast wieder so viele Stellen wie zu früheren Zeiten kostenloser Tests. Allein das Kreis DRK hatte in der Vorwoche die (Wieder)-Eröffnung von elf Stationen angekündigt. Auf der Seite des Kreises Borken sind mittlerweile wieder mehr als 100 solcher Teststationen aufgeführt.

Wie Elisabeth Schwenzow vor dem Ausschuss betonte, gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Coronatests in der Region nicht richtig abgerechnet würden. Abrechnungs-Betrügereien waren im Sommer unter anderem in Bochum und Köln bekannt geworden. Das Potenzial dafür sei in der Region auch „gering“, weil alle größeren Anbieter ihre Termine über die App „Chayns“ verwalteten und diese somit zahlenmäßig registriert werden.

Übergriffe auf das Personal sind laut Schwenzow in der Region bislang nicht bekannt geworden. Allerdings ermittele der Staatsschutz wegen der Brandanschläge auf die Teststationen in Ahaus und Epe vor einigen Tagen.

Zum Teil lange Schlangen

Auch bei den Impfstationen und mobilen Angeboten, bei denen sich in der vergangenen Woche zum Teil lange Schlangen gebildet hatten, gab es laut Dr. Schwenzow bislang keine Probleme. Der Sicherheitsdienst, der vor Ort sei, kümmere sich eher darum, dass man wartenden Personen, etwa Schwangeren oder Hilfsbedürftigen, helfe und gegebenenfalls nach vorn leite. „Wir haben eine Bevölkerung, die das vernünftig mitträgt“, sagte die Sicherheitsdezernentin zum Verhalten der Bürger an Test- und Impfstationen.

Zweifach Geimpfte verlieren Impfstatus nicht

Schwenzow betonte auf Nachfrage aus dem Ausschuss, dass der Kreis Borken gut damit gefahren sei, direkt nach Schließung des Impfzentrums mobile Impfangebote anzubieten. Die vielen Auswärtigen, die sich bei den Impfangeboten im Kreis in die Reihe der Wartenden einreihten zeigten, dass man woanders nicht so schnell gewesen sei.

Durch die mobilen Teams sei „die Schlagzahl jetzt sehr viel größer“, so das Mitglied im Kreisvorstand. Auch die in Ahaus, Borken, Bocholt und Gronau geplanten stationären Angebote seien „eine gute Idee“, zumal es auch eine steigende Nachfrage nach Boosterimpfungen gebe.

Angesichts der zunehmenden Zahl an Veranstaltungen mit 2G-Regeln (Genesen, getestet) weist der Kreis Borken auf Nachfrage darauf hin, dass Personen, die nachweislich mit Corona infiziert waren und genesen sind, ihren Genesenen-Status nach einem halben Jahr (gerechnet ab dem ersten positiven PCR-Test) verlieren.

„Nach Ablauf dieser Frist und bevor eine Impfung stattgefunden hat, gilt die Person als nicht vollständig geimpft und eben auch nicht als genesen“, heißt es auch auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums. Allerdings reicht bei Genesenen schon eine Impfung, um den Genesen/Geimpft-Status zu bekommen. Zweifach geimpfte Personen verlieren nach aktuellen Vorgaben ihren Impfstatus bislang nicht. Allerdings raten Mediziner dazu, sich nach den geltenden Regeln boostern zu lassen.

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