Landrat Dr. Kai Zwicker (l.), Carsten Thien, Abteilungsleiter Sicherheit und Ordnung beim Kreis (Mitte) sowie Bauhofleiter Ralf Jürgens präsenteren die Pläne für das Impfzentrum. © Lars Johann-Krone
Impfzentrum Kreis Borken

Impfzentrum in Velen: 100 Freiwillige sollen Testlauf absolvieren

In der Halle am Interkommunalen Bauhof von Kreis und Stadt Gescher werden die Vorbereitungen für das Impfzentrum des Kreises getroffen. Ein Testlauf soll zeigen, ob alles richtig geplant war.

Vor zwei Wochen hatte die Kreisverwaltung bekanntgegeben, dass das Impfzentrum des Kreises Borken in Nordvelen entstehen soll. Seitdem wird dort, wo an sich der Interkommunale Bauhof von Kreis und Stadt Gescher beheimatet ist, alles für das Massen-Impfen vorbereitet.

Die ersten Bahnen Teppichboden liegen schon

Sowohl draußen wie auch im Innern wird gearbeitet. In der Nähe des Parkplatzes ziehen Bagger ihre Kreise, bewegen Erde von A nach B. In der Halle, in der normalerweise die Fahrzeuge des Bauhofs stehen, wird hingegen etwas filigraner gearbeitet. Handwerker sind dabei, einen neuen Boden über das bestehende Pflaster zu legen. In einer kleineren Halle liegen sogar schon die ersten Bahnen Teppichboden.

In unmittelbarer Nähe der bisher schon bestehenden Parkflächen direkt am Bauhof entstehen aktuell weitere Parkplätze für Besucher. Auch die Mitarbeiter der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW), unmittelbare Nachbarn des Bauhofs, packen mit an.

Der Holzboden liegt bereits. Bald werden Stellwände und Kabine errichtet.
Der Holzboden liegt bereits. Bald werden Stellwände und Kabine errichtet. © Lars Johann-Krone © Lars Johann-Krone

Sie räumen einen Teil ihrer Betriebsfläche. „Dort sollen weitere 200 bis 300 Parkplätze entstehen für Mitarbeiter entstehen“, berichtet Carsten Thien, der als Abteilungsleiter Sicherheit und Ordnung sowie des Rettungsdienstes für die Planungen am Bauhof zuständig ist. In der Nähe des Parkplatzes werden in diesen Tagen noch Container aufgestellt, in denen sich Toiletten befinden.

Am Verwaltungstrakt des Bauhofs entlang kommen die Menschen, die in Zukunft einen Impftermin haben, zur ehemaligen kleinen Fahrzeughalle. Durch die Türe in einem der großen Garagentore werden die Besucher über ein Einbahnsystem durch das Labyrinth an Kabinen geführt, das gerade in der großen Fahrzeughalle entsteht.

Hier liegt seit Mittwoch bereits Teppichboden. „In dieser ersten kleinen Halle wird die Anmeldung sein. Hier wird abgeglichen, ob die Bürger einen Termin haben“, erklärt Thien. Es folge ein Wartebereich, in dem die Besucher ihre Unterlagen ausfüllen können. Kurz vor dem Durchgang in die große Fahrzeughalle werde noch ein Schalter aufgebaut, an dem Fragen beantwortet und die Unterlagen überprüft werden, so der Mitarbeiter des Kreises Borken.

„Wir gehen, Stand diese Woche, davon aus, dass wir hier im Laufe der Zeit am Tag etwa 1500 oder 1600 Menschen impfen können“, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. „Und diese Menschen sollen hier auch beraten werden, bevor es zu Impfung geht“, ergänzt er.

Rund 600 Quadratmeter groß ist die Fahrzeughalle des Interkommunalen Bauhofs in Nordvelen. Der Kreis lässt hier gerade das Impfzentrum errichten.
Rund 600 Quadratmeter groß ist die Fahrzeughalle des Interkommunalen Bauhofs in Nordvelen. Der Kreis lässt hier gerade das Impfzentrum errichten. © Lars Johann-Krone © Lars Johann-Krone

Die Beratung findet statt, wenn die Bürger von der kleinen in die große Fahrzeughalle gelangen. Fünf Beratungskabinen werden hier aufgestellt, in denen Ärzte mit den Bürgern über die Impfung sprechen.

Auf der anderen Seite dieser Beratungskabine wird es einen weiteren Wartebereich geben, von dem aus es in die Impfkabinen geht. „Hier wird es eine Ampelsteuerung geben, sodass die Bürger wissen, wann sie eintreten können“, erklärt Thien.

Am Ende ist der Ort für das Monitoring

Zum Abschluss des Parcours‘ durch die Hallen des Bauhofs findet das sogenannte Monitoring statt. „Hier wird notiert, welcher Bürger welchen Impfstoff erhalten hat“, sagt Thien. „Hier wird auch die Meldung erstellt, die an das Robert-Koch-Institut geht“, ergänzt Zwicker.

„Es wird an allen neuralgischen Punkten dieses Systems auch Lotsen haben, die den Menschen helfen können“, erklärt Thien. „Wir gehen aktuell davon aus, dass die Menschen bis zu einer Stunde, eher weniger, hier sein werden“, ergänzt Zwicker.

Rund 600 Quadratmeter groß ist die große Fahrzeughalle des Bauhofs. Im hinteren Bereich, für die Besucher später unsichtbar, werden in diesen Tagen noch Container aufgebaut. „In einem Container findet die Aufbereitung des Impfstoffs statt, in einem zweiten ist die Logistik und die Kühlung“, erklärt Carsten Thien.

Denn vom Impfzentrum aus sollen laut aktueller Planung künftig auch die mobilen Impfteams zum Beispiel in die Seniorenwohnheime fahren. In einem weiteren Container wird der Sanitätsdienst unterkommen. „Für den Fall, dass jemand die Impfung nicht so gut verträgt“, so Thien.

Kreis ist Handwerksfirmen für schnelle Hilfe dankbar

Die Kreisverwaltung sei vor allem den Handwerksfirmen dankbar, die trotz voller Terminkalender schnelle Hilfe zugesagt haben, das Impfzentrum auf die Beine zu stellen, sagt Carsten Thien. In der nächsten Woche soll laut Plan das Impfzentrum bereits einsatzbereit sein. Bevor jedoch der erste Impfstoff nach Velen geliefert wird und geimpft wird, soll es Ende nächster Woche einen ersten Testlauf für die Einrichtung mit rund 100 Freiwilligen geben.

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