Am Klostersee gilt weiterhin: Baden verboten. © Markus Schönherr
Badespaß

Klostersee abgeriegelt – aber: Wasser und Laune am Pröbstingsee gut

Die Wasserqualität ist gut, Coronatests sind nicht erforderlich – dem Badespaß am Pröbstingsee in Hoxfeld steht nichts entgegen. Der Klostersee in Burlo wurde wie im vergangenen Jahr abgeriegelt.

So lässt sich ein warmer Frühsommertag aushalten: Mit Klappstühlen haben es sich Lucyna und Joachim Janetzki am Pröbsting-Badesee gemütlich gemacht. „Wunderbar“, fasst Joachim Janetzki die Gemütslage zusammen und beobachtet am Mittwochnachmittag das Treiben am Strand und im Wasser.

„Wir kommen ungefähr zehnmal im Jahr her“, sagt der Raesfelder. Der Badesee könnte vielleicht ein bisschen häufiger mit dem Mähboot von Pflanzen befreit werden, findet Janetzki. Die Wasserqualität findet er aber top.

Bestnoten für Wasserqualität

Diese Einschätzung wird von der europäischen Umweltagentur geteilt. Alle Badegewässer Europas haben die Fachleute unter die Lupe genommen. Der Hoxfelder See bekam die Bestnote „ausgezeichnet“.

Allerdings stammen die zugrunde gelegten Analysen aus dem vergangenen Jahr. Aktueller sind die Untersuchungen der Kreisverwaltung, die monatlich Proben analysieren lässt. Die letzte wurde am 19. Mai entnommen. Auch das Kreis-Gesundheitsamt kommt zu dem Schluss: Gegen Schwimmen und Planschen spricht rein gar nichts.

Lucyna und Joachim Janetzki genießen den Tag am Pröbsting-Badesee.
Lucyna und Joachim Janetzki genießen den Tag am Pröbsting-Badesee. © Markus Schönherr © Markus Schönherr

Das Wasser habe zwar eine Grünfärbung, es gebe aber keinen gravierenden Algenbefall. Auch auf Blaualgen und Zerkarien, die vor einigen Jahren ein vorübergehendes Badeverbot verursacht haben, gibt es im Moment keine Hinweise.

Dazu hat auch ein Vorgehen der Stadt Borken beigetragen. Vor zwei Jahren sei ein umfassender Bodenaustausch im Wasserwechselbereich des Strandes vorgenommen worden, so die Verwaltung. „Organisch belasteter Boden wurde durch nährstoffarmen, ,sauberen‘ Silbersand ersetzt.“ Mit der Nährstoffreduzierung sei auch eine deutliche Abnahme von Zerkarien erfolgt. Die Parasitenlarven hatten vor sieben Jahren bei einigen Besuchern Hautreizungen verursacht. Diese Gefahr besteht aktuell nicht.

Keine Coronatests notwendig

Bleibt die Frage, ob stattdessen das Coronavirus den Badespaß eintrübt. Am Mittwochnachmittag sieht es nicht danach aus. Der Badesee ist zwar gut besucht, es ist aber noch genügend Platz vorhanden, um von Decke zu Decke Abstände einzuhalten. Janina Heumer beobachtet von ihrer Decke aus ihre beiden Kinder, sieben und zehn Jahre alt, beim Spielen im Wasser.

Die beiden haben sichtbar ihren Spaß. „Den sollte man den Kindern auch lassen“, findet Janina Heumer. Bedenken wegen Corona hat die Mutter nicht. Sie kann sich aber noch an das vergangene Jahr erinnern, als Security-Mitarbeiter das Gelände abriegelten und nur eine bestimmte Anzahl an Menschen an den Strand ließen. „Da fühlte man sich eingezäunt“, sagt Janina Heumer.

Dazu wird es in den nächsten Tagen nicht kommen. Die Badenutzung sei analog zum Betrieb von Freibädern wieder ohne Test möglich, teilt die Stadt Borken mit. Es gelte ein Abstandsgebot von zwei Metern sowie die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen auf bis zu fünf Haushalte.

Klostersee abgeriegelt

Während am Pröbstingsee das Baden also mit leichten Auflagen möglich ist, bekräftigt die Stadtverwaltung das Badeverbot an einem anderen Ort. Am Klostersee in Burlo wurden am Dienstag und Mittwoch wieder die Zugänge abgesperrt.

Ähnlich hatte die Verwaltung schon im vergangenen Sommer reagiert, als der Andrang trotz Badeverbots überhand nahm. Die Sperrung sei in Abstimmung mit dem Eigentümer des Sees erfolgt, teilt die Verwaltung mit und kündigt Kontrollen durch das Ordnungsamt an.

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