Kunstprojekt an der Berkel Wo Anker und Badeanzug zu finden sind

Simone Mattern
An der Davidstraße begutachteten die rund 30 Teilnehmer des Berkelkunst-Projekts die Lage ihrer Steine, die sie unter Begleitung von Bildhauerin Rieke Orel und Bildhaumeister Jörg Jauß gestaltet hatten. Larissa Bomkamp und Alfred Richters von der Stadt Coesfeld führten die Gruppe entlang der Berkel in der Innenstadt und stellte auch noch geplante Maßnahmen vor. © Simone Mattern
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Über 50 Sandsteine mit vielen schönen Motiven wie zum Beispiel einer Spirale, einem Badeanzug oder Fischen sind im Sommer im Rahmen des Berkelkunst-Projekts unter der Begleitung von Bildhauerin Rieke Orel vom Sandsteinmuseum und Bildhauermeister Jörg Jauß im Schlosspark entstanden.

Die rund 30 meist erwachsenen Teilnehmer kehrten nun auf Einladung der Stadt Coesfeld noch einmal dorthin zurück, um bei einem geführten Spaziergang mit Larissa Bomkamp und Alfred Richters als Bauleiter des Berkel-Projekts zu schauen, in welche der Trittsteine „ihre“ aus hartem Obernkirchener Sandstein geschaffenen Werke eingelassen wurden.

Berkel soll erlebbarer werden

Die Teilnehmer wurden dabei auch über die Gesamtmaßnahme, die Berkel in der Stadt wieder sichtbarer und erlebbarer zu machen, informiert. Vom Schlosspark ging es zunächst zum Wiemannweg, wo Bomkamp an Hand von Plänen und Fotos das Konzept erläuterte.

In der sogenannten Berkelgasse hinter der Liebfrauenschule zeigte sie die Betondecke, mit der der Fluss in der Nachkriegszeit verschlossen worden war, um unter anderem Woolworth die Warenannahme zu ermöglichen. Geplant ist nun noch, die Gasse mittels Wandbemalung und bewässerter Efeu-Begrünung aufzuwerten.

Unterirdischer Flusslauf

Auch in der Fußgängerzone fließt die Berkel teilweise unterirdisch. Sie verläuft dort zudem entlang des Jakobswegs. In der Schüppenstraße sollenan einer Stelle Einblicke ermöglicht werden. Weitere Steine beispielsweise mit den Motiven Jakobsmuschel und Ossenkopp sollen dort künftig noch ihren Platz finden.

Der Spaziergang führte auch zum Baustellenbereich an der Davidstraße. Vor allem Rieke, die jüngste Teilnehmerin, freute sich gemeinsam mit ihrer Mutter, dass ihr Stein mit Anker-Motiv nun dort zu finden ist. Für sie sei das Projekt in der langen Coronazeit eine willkommene Freizeitaktivität gewesen, erklärte die kunstbegeisterte Schülerin.