Auch an der deutsch-niederländischen Grenze kontrolliert die Bundespolizei, ob Reiserückkehrer sich an die neuen Regeln halten. Bislang stoße man dabei auf viel Verständnis sagte gestern ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Kleve, die auch für den Kreis Borken zuständig ist. © dpa
Bundespolizei

Reiseregeln Coronavirus: Keine Probleme bei Grenzkontrollen

105 Kilometer lang ist diese Grenze zu den Niederlanden im Kreis Borken. Auch dort will die Bundespolizei stichprobenartig kontrollieren, ob Reiserückkehrer sich an die geltenden Regeln halten.

300 Kilometer Staatsgrenze, fünf grenzüberschreitende Schienenstrecken, dazu der Rhein und eine ganze Reihe von Grenzübergängen: Die Bundespolizeidirektion Kleve ist für einen ziemlich langen Abschnitt der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Gronau und dem Raum Mönchengladbach zuständig. Allein 105 Kilometer lang ist diese Grenze im Kreis Borken. Bisher hat es nur wenige Reisende gegeben, die die neuen Regeln nicht kannten.

Ungeachtet dieser Zahlen haben die seit Sonntag geltenden Regeln für Reiserückkehrer der Bundespolizei zwar Mehrarbeit, aber offenbar kaum Ärger beschert. Das jedenfalls sagte gestern Uwe Esselborn, Sprecher der Bundespolizei in Kleve, am Montag auf Anfrage der Redaktion. Bei ersten Kontrollen auf der A 3 habe man zehn Einreisende angehalten, die ohne den nötigen Nachweis einreisen wollten. Die Polizisten seien aber generell auf viel Verständnis für die neuen Regeln gestoßen.

Wie berichtet, gilt seit dem 1. August eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus dem Ausland. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass sie entweder negativ getestet, gegen Corona geimpft oder genesen sind. Was bislang schon für Flugpassagiere galt, ist jetzt für alle Verkehrsmittel verpflichten, also auch bei Einreisen per Auto, Bus oder Zug.

Meisten Kontrollen bei Familien

„Zumeist handelte es sich bei jenen ohne Nachweis um Familien, die sich zudem auch einsichtig gezeigt haben“, fasst Esselborn die ersten Erfahrungen der Kontrollen in der Region zusammen. Die Beamten hätten diesen und anderen Einreisenden bei der nötigen Anmeldung geholfen und entsprechende Berichte über fehlende Nachweise an die zuständigen Gesundheitsämter verfasst.

Ob und wie hoch ein mögliches Bußgeld anfalle, liege im Ermessen der Ordnungsbehörden für die Wohnsitze der Einreisenden, betonte Esselborn. Er kann sich an einen Fall aus dem Vorjahr erinnern: Eine Familie aus Bayern missachtete, die damals geltenden Regelungen und musste 500 Euro Bußgeld bezahlen.

Berufliche Grenzpendler sind gut informiert

Auch an den kleineren Grenzübergängen werde man in Zukunft stichprobenartig präsent sein, betonte Esselborn. Größeren Ärger erwartet er aber auch dort nicht. Gerade berufliche Grenzpendler seien mittlerweile – auch dank des Engagements der Euregios – gut über die für sie geltenden Ausnahmeregelungen (etwa die nur zweimal pro Woche verpflichtende Testung) informiert.

Für Aufenthalte von weniger als 24 Stunden und für den Besuch enger Verwandter von höchstens 72 Stunden besteht ebenfalls keine Anmelde- und Quarantänepflicht. Allerdings muss in diesem Fall schon bei der Einreise ein Nachweis über Test, Impfung oder Genesung mitgeführt werden. Gleichwohl appelliert auch Esselborn an alle, sich verantwortungsbewusst zu verhalten: „Wir wollen doch alle gesund bleiben“, so der Polizeisprecher.

Mehr Infos gibt es beim Auswärtigen Amt.

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