Das Geschäft mit Fahrrädern boomt: Rose Bikes kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019/2020 zurückblicken. © Rose Bikes
Fahrradboom

Rose Bikes setzt 137 Millionen Euro mit Zweirädern um

Der Bocholter Zweirad-Spezialist Rose Bikes blickt auf eine erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz konnte auf 137 Millionen Euro gesteigert werden – trotz unterbrochener Lieferketten.

Schon die Halbjahresbilanz von Rose Bikes im Mai war beeindruckend. Da verzeichnete der Bocholter Zweirad-Spezialist ein Umsatzplus von über 20 Prozent. Dieses Ergebnis konnte das Unternehmen in der Bilanz für das abgeschlossene Geschäftsjahr noch einmal toppen.

In der Zeit vom 1. November 2019 bis zum 31. Oktober 2020 erwirtschaftete Rose Bikes einen Umsatz von 137,1 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 34 Prozent. Das ursprüngliche Umsatzziel in Höhe von 125 Millionen Euro wurde damit deutlich übertroffen.

Corona zeigte auch negative Auswirkungen

Dabei hatten auch die Bocholter mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Durch unterbrochene Lieferketten, fehlende Warenverfügbarkeit und geschlossene Läden kam es zu Umsatzausfällen von circa 30 Millionen Euro. „Das waren herausfordernde zwölf Monate für uns alle und ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team, dass wir trotz der vielen Hürden durch Corona so solide dastehen“, sagt Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose.

Bemerkenswert: Rose Bikes stockte die Belegschaft im vergangenen Geschäftsjahr um 110 Mitarbeiter auf jetzt 480 Beschäftigte auf. Davon arbeiten allein über 350 am Hauptstandort in Bocholt. Diese Entwicklung soll sich 2021 fortsetzen. Das Unternehmen rechnet mit 120 neuen Planstellen. „Auch diese Stellen werden bis zu 70 Prozent in Bocholt entstehen“, sagt Marcus Diekmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Geschäftsführer fügt hinzu: „Unser Schwerpunkt verlagert sich vom Händler zum Connector zwischen Kunden und Herstellern und wir sehen uns mehr und mehr als IT-Plattform.“ Die IT sei einer der bedeutendsten Treiber der Wachstumsprogramme von Rose Bikes und daher sei in dem Bereich der prozentual größte personelle Wachstumsanteil geplant.

Neue Firmenzentrale ab 2023

Da die neue Firmenzentrale an der Werther Straße voraussichtlich erst 2023 gebaut werden könne und der Platz langsam knapp werde, „müssen wir uns behelfen und enger zusammenrücken“, sagt Dieckmann. „Etwas Luft“ verschaffe da eine neue Logistikfläche, die Rose Bikes im Mussumer Industriepark am Raiffeisenring angemietet habe. Dorthin wurde der Bereich Customer Care (Kundendienst) ausgelagert. „Da können wir 40 bis 50 Arbeitsplätze einrichten“, so der Geschäftsführer.

Rose Bikes setzt aber nicht nur auf den Onlinehandel, sondern baut im nächsten Jahr auch sein Netz mit stationären Geschäften weiter aus. Neben den bestehenden Standorten in Bocholt, München und Posthausen kamen in diesem Jahr ein Flagshipstore in Meilen am Zürichsee und ein Store in Berlin hinzu. 2021 sind stationäre Neueröffnungen in Köln, Basel und Bern geplant. „In Köln werden wir im März im bekannten Mediapark einen Laden mit 900 Quadratmetern eröffnen“, kündigt Diekmann an.

Kooperationen mit Sportkaufhäusern

Zum Wachstum beigetragen sollen auch weitere Kooperationen mit Sportkaufhäusern. Dem ersten gemeinsamen Projekt im August mit Engelhorn Sports in Mannheim will Rose im Januar und Februar die eigenen Flächen beim Outdoorhändler Globetrotter in Köln, Frankfurt und Dresden ausbauen. Dazu kommen weiter Kooperationen mit Sporthändlern in Osnabrück und Kempten. „Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen, das auch in den nächsten Jahren volles Pfund in Wachstum investiert. Und das alles schaffen wir ohne Investor“, sagt Diekmann.

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