17-Jährige überlebt drei Krebserkrankungen und stirbt dann an Corona

Corona-Todesfall

Dreimal ist Aspen Deke an einer seltenen Form von Leukämie erkrankt und dreimal hat sie den Krebs besiegt. Ihr Immunsystem kam jedoch gegen Corona nicht an – das Mädchen starb.

03.02.2021, 20:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Symbolbild: Zwei Mitarbeiter der Intensivstation behandeln einen Corona-Patienten.

Symbolbild: Zwei Mitarbeiter der Intensivstation behandeln einen Corona-Patienten. © picture alliance/dpa/AP Pool

Fast ihr ganzes Leben lang hat Aspen Deke aus Kansas City gegen Krankheiten gekämpft – und immer wieder gewonnen. Doch den letzten Kampf gewann sie nicht. Rund zweieinhalb Monate nach ihrer Corona-Infektion starb die 17-Jährige an den Folgen, wie die „New York Post“ berichtet.

Als Aspen Deke vier Jahre alt war, wurde eine seltene Art von Blutkrebs, akute lymphatische Leukämie, bei ihr diagnostiziert. Insgesamt vier Chemotherapien musste sie sich unterziehen, auch eine Knochenmarktransplantation wurde durchgeführt. Zweimal kam der Krebs zurück, dreimal besiegte sie ihn.

Aspen Deke plante ihre eigene Familie - mit Adoptivkindern

Aspen Deke musste damit klarkommen, dass sie nach den Chemotherapien und den Krebserkrankungen keine Kinder mehr bekommen konnte, erzählen ihre Eltern gegenüber „Fox 4″. Sie beschloss, später Kinder zu adoptieren und ihnen ein schönes Zuhause zu bieten.

Doch dann kam Corona. Obwohl die Familie, wie sie sagt, alles versuchte, um das Mädchen zu schützen, infizierten sich Aspen, ihr Bruder und ihre Mutter im November mit Covid-19. „Beim Krebs wissen wir – so schlimm es klingt und so unheimlich es ist – immerhin sehr viel über die Krankheit“, sagte ihr Vater, Erik Deke, „Fox4″. „Die Ärzte sagen: ‚So schlimm ist es und das werden wir dagegen tun. Dieses Ergebnis erwarten wir.‘ Aber über Corona weiß man gar nichts.“

Nach dem Krebs kam Corona - zuerst sah es gut aus für die 17-Jährige

Es schien fast, als wäre Aspen Deke auch hier die Siegerin. Nach einigen Wochen im Krankenhaus, mit hohem Fieber und künstlicher Beatmung, konnte sie nach Hause entlassen werden. Doch dann kam ein Rückfall – wenige Tage später lag sie wieder im Kinderkrankenhaus, litt an einer Lungenentzündung und durch Covid-19 wurde ein Multisystem-Inflammationssyndrom festgestellt, schreiben Verwandte auf einer Spendenseite.

An Neujahr wurde sie auf die Intensivstation verlegt, sie wurde an einen Inkubator angeschlossen und eine Magensonde wurde gelegt. Der Zustand der 17-Jährigen schien sich zu stabilisieren – doch dann beendete Corona das viel zu junge Leben. Am 30. Januar starb Aspen Deke in den Armen ihrer Eltern. „Sie war die nachdenklichste, freundlichste, mitfühlendste, nachsichtigste und fürsorglichste junge Frau, die man treffen konnte“, sagte Mutter Amanda dem Sender.

RND/msk

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