50 Einsatzkräfte lösen die Blockade vor den Westfleisch-Toren auf

Polizei-Großeinsatz

Aktivisten verschiedener Gruppierungen blockierten am Montag etwa sechs Stunden lang die Zufahrt zum Westfleisch-Betriebsgelände in Oer-Erkenschwick. Unter anderem hatten sich zwei Personen festgekettet.

Oer-Erkenschwick

von Dorstener Zeitung

, 01.02.2021, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
50 Einsatzkräfte der Polizei haben am Montag um 10.42 Uhr mit der Räumung der Blockade vor den Westfleisch-Toren begonnen.

50 Einsatzkräfte der Polizei haben am Montag um 10.42 Uhr mit der Räumung der Blockade vor den Westfleisch-Toren begonnen. © Jörg Müller

Gegen 5.30 Uhr wurde die Polizei über mehrere Personen informiert, die die Werkszufahrt an der Straße Hübelkamp in Oer-Erkenschwick blockierten. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass zwei Personen sich an einer Metallkonstruktion festgekettet und sechs weitere ihre Arme in drei gefüllten Speisfässern verankert hatten.

„Nicht angemeldete Versammlung“

Die Polizei bewertete die Aktion als nicht „angemeldete Versammlung“, die nach kurzer Zeit aufgelöst wurde. Der polizeilichen Aufforderung, die Örtlichkeit zu verlassen, kamen aber alle acht Personen nicht nach. Zwei der Teilnehmer wurden daraufhin vor Ort mit „technischen Mitteln“ von der Metallkonstruktion gelöst.

Da die Speisfässer mit einer unbekannten Substanz gefüllt waren, wurden die sechs Personen, samt der Fässer, zunächst woandershin gebracht.

Hier konnten sie aus den Kübeln befreit werden.

Sieben Personen wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Von diesen sieben Personen musste ein Mann mit leichten Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden.

Versammlungsteilnehmer wurden angezeigt

Gegen die Teilnehmer der Versammlung wurden Strafanzeigen geschrieben. Daneben wurde eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.

Neben der Blockade der Werkszufahrt fand zeitgleich eine Mahnwache statt, an der sich bis zu acht Personen beteiligten.

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