A40: Auf eine Sperrung folgt die nächste

Sanierung

Die Baustellen auf der A40 nehmen kein Ende. Nach der Sperrung des Abschnitts zwischen Essen-Huttrop und Gelsenkirchen-Süd in Richtung Bochum wird nun der nächste Streckenabschnit gesperrt. Dieses Mal in die andere Fahrtrichtung. Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

ESSEN

10.07.2015, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der A40 bildete sich ein elf Kilometer langer Stau. Foto: R. Weihrauch

Auf der A40 bildete sich ein elf Kilometer langer Stau. Foto: R. Weihrauch

Ursache für die Sanierung der A40 ist die Erneuerung der Fahrbahndecke. Wegen Bauarbeiten ist der Verkehr auf der Autobahn 40 bei Essen insgesamt fast drei Wochen lang stark eingeschränkt. Nach Angaben von Straßen.NRW ist die Baustelle, an der ein lärmmindernder Asphaltbelag auf die Fahrbahn aufgetragen werden soll, rund fünf Kilometer lang. Wir haben dazu Fragen und Antworten.

Wo wird gebaut? Und welche Strecken müssen Autofahrer umfahren?

Nach der Sperrung zwischen den Anschlussstellen Essen-Huttrop und Gelsenkirchen-Süd in Fahrtrichtung Bochum soll ab dem 11. Juli weiterer Flüsterasphalt  an in einem benachbarten Streckenabschnitt verlegt werden. Die Arbeiten zwischen dem Autobahndreieck Essen-Ost und der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Süd in Fahrtrichtung Duisburg strecken sich voraussichtlich über zwei Wochen. Dadurch ist die Autobahn in Richtung Duisburg zwischen Bochum-Wattenscheid-West und Essen-Huttrop vom 11. bis 24. Juli nicht befahrbar.

Inwieweit ist der Verkehr in und um Essen betroffen?

„Die A40 ist eine der meistbefahrenen Straßen Deutschlands und die Schlagader des Ruhrgebiets. Natürlich fürchten wir Probleme im Stadtverkehr“, sagt ein Polizeisprecher. Um den Verkehr rund um Essen flüssig zu halten, würden sogar extra Beamte abgestellt. Wird die A40 also in der Urlaubszeit zum Nadelöhr? Der Landesbetrieb Straßenbau erklärt: „Wegen des geringeren Verkehrs haben wir die Bauarbeiten extra in die Ferien gelegt.“ Mit Behinderungen müsse dennoch gerechnet werden, sagt ein Sprecher. „Diejenigen, die sich auskennen, sollten die Bereiche weitgehend umfahren“.

Flüsterasphalt - verzichtbar oder notwendig?

Lärmschutzwände können die Anwohner im Essener Osten nur teilweise vor den Verkehrsgeräuschen schützen. Um den Lärm auch über die Fahrbahn abzudämpfen, greifen die Straßenbaumeister deshalb zu Flüsterasphalt, in Fachkreisen auch Offenporiger Asphalt (OPA) genannt. Bauarbeiter bringen diesen Fahrbelag mit einem hohen Anteil grober Gesteinskörner in der Nähe sensibler Stellen auf, beispielsweise an Wohngebieten, erklärt der Sprecher von Straßen.NRW.

Anstelle einer glatten Oberfläche entstehen durch die Körner kleine Hohlräume, die die Rollgeräusche der Fahrzeuge teilweise aufnehmen können. Einen Nachteil hat der Flüsterasphalt aber: Im Gegensatz zum normalen Straßenbelag aus Asphalt oder Beton mit einer Lebenszeit von mindestens 20 Jahren hält der Lärmschlucker lediglich halb so lang. Auf dem 2200 Kilometer langen Autobahnnetz in Nordrhein-Westfalen wird Flüsterasphalt nach Angaben von Straßen.NRW momentan auf einer Gesamtlänge von 45 Kilometern eingesetzt. 

Muss das unbedingt zur Ferienzeit sein?

Die Sperrung sei bewusst in die Ferienzeit gelegt worden, weil es dann weniger Verkehr gebe. Auf dem Streckenabschnitt der A40 sind täglich zwischen 90 000 und 120 000 Fahrzeuge unterwegs, die jetzt einen Weg über örtliche Umleitungen sowie die Autobahnen 42 und 2 finden müssen. „Am ersten Tag sind Staus normal, da sich die Leute erst an die Sperrung gewöhnen müssen“, sagte der Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau. Bis zum Mittwochabend rechnete Straßen.NRW deshalb mit zähfließendem Verkehr in Essen und Duisburg, wie einem Schaubild des Verkehrsinformationssystems autobahn.NRW im Internet um die Mittagszeit zu entnehmen war. 

von dpa

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