Drei Schwerverletzte bei Unfall auf der A44

Lkw-Unfall auf A44

Der Fahrer eines Sattelzuges aus den Niederlanden übersah auf der A44 in Richtung Dortmund ein Stauende und prallte nahezu ungebremst auf den vor ihm fahrenden Lkw aus Hamm. Er ringt mit dem Tod.

Kreis Unna

11.03.2019, 11:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Lkw aus den Niederlanden ist bei dem Unfall schwer beschädigt worden, der Fahrer erlitt schwerste Verletzungen.

Der Lkw aus den Niederlanden ist bei dem Unfall schwer beschädigt worden, der Fahrer erlitt schwerste Verletzungen. © Michael Neumann

Ersten Erkenntnissen zufolge befuhr ein 58-Jähriger aus Marsberg mit seinem Lkw den rechten Fahrstreifen in Richtung Dortmund. Aufgrund eines Staus musste er sein Fahrzeug abbremsen. Dies tat auch eine hinter ihm fahrende 55-Jährige aus Hamm, die ebenfalls mit einem Lkw unterwegs war. Ein wiederum dahinter fahrender 59-jähriger Niederländer bemerkte den Stau offenbar aus bislang ungeklärter Ursache zu spät und fuhr auf das Fahrzeug der 55-Jährigen auf, das wiederum auf das davor befindliche geschoben wurde. Der Lkw der 55-Jährigen wurde bei dem Aufprall zudem nach links geschoben und prallte noch gegen den auf dem linken Fahrstreifen befindlichen Bulli eines 50-Jährigen aus Soest. Dieser kippte im Anschluss auf die Seite.

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Unfall auf der A44 bei Werl-Holtum

Schwerer Unfall auf der A44 am Montag, 11. März.
11.03.2019
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Kilometerlanger Rückstau auf der B1 in Richtung Dortmund. Ab Siddinghausen war Stop-and-Go angesagt.© Neumann
Eine mustergültige Rettungsgasse.© Neumann
Der unfallverursachende Lkw aus den Niederlanden. Der Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt.© Neumann
Ein beteiligter Kleintransporter wird abtransportiert.© Neumann
Dieser 7,5-Tonner bekam den ersten Aufprall, dann entwickelte sich ein Domino-Effekt.© Neumann
Dieser 7,5-Tonner bekam den ersten Aufprall, dann entwickelte sich ein Domino-Effekt.© Neumann
Die zerstörte Front des Sattelzuges aus den Niederlanden.© Neumann
Die zerstörte Front des Sattelzuges aus den Niederlanden.© Neumann
Die zerstörte Front des Sattelzuges aus den Niederlanden.© Neumann

Bei dem Unfall wurde der Niederländer in seinem Führerhaus eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn befreien. Er wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die 55-Jährige und der 50-Jährige wurden schwer verletzt in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.

Vollsperrung bis 13.25 Uhr

Die A 44 war an der Unfallstelle bis 13.25 Uhr komplett gesperrt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 220.000 Euro.

Vorbildliche Rettungsgasse

Die Einsatzkräfte lobten ausdrücklich das vorbildliche Verhalten der Fahrzeugführer beim Bilden der Rettungsgasse. „Da hätte man fast quer durchfahren können“, bestätigt unser Reporter vor Ort.

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