Abenteuer im Weltall: Das WLT spielt "Jupiter 13"

CASTROP-RAUXEL Extra-Bravo fürs Bühnenbild. Laurentiu Tuturuga hat zu "Jupiter 13" am Westfälischen Landestheater ein Raumschiff-Cockpit entworfen, das man filmreif nennen darf: Schalensitze, Neonkonsolen, schwenkbare Displays mit Fadenkreuz. Große Klasse.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 30.03.2009, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abenteuer im Weltall: Das WLT spielt "Jupiter 13"

Unterwegs zu den Sternen: Alexander Leder (v.l.), Peter Stemler und Susanna Mucha als Besatzung der »Jupiter 13«.

Drei Astronauten in dunkler Montur nehmen uns mit auf einen Trip zum Mars. Wir sind Passagiere. Die Crew soll den "Komatisator" testen, der die Besatzung in Tiefschlaf versetzt. Alles bereit, alles gecheckt? Ay, Käpt'n! Abenteuerlicher Auftakt im Studio des Westfälischen Landestheaters, wo Christopher Martins Jugendstück "Jupiter 13" am Sonntag Premiere hatte.Ab geht´s in die unendlichen Weiten

Und - Liftoff! Triebwerke zünden im schönsten Cape Canaveral- Sound, ab geht's in unendliche Weiten. Da schlägt das Herz des Science Fiction-Fans höher. Doch Halt! Über Video meldet das Kontrollzentrum einen Notfall. Keine Nachricht von Pluto 9, mit Uranladung in Nähe des Neptun verschollen.

Was tun? Jetzt wird das Stück interaktiv: Wir Passagiere stimmen ab. Weiterflug zum Mars oder Bergung am Neptun? Der Erste Offizier (Alexander Leder) warnt vor einer Selbstmordmission, die Passagiere sind Hazardeure. Kurs auf den Neptun, wo es zur Begegnung der Dritten Art kommt. Ein Energiewesen schlüpft in die Haut von Oberleutnant Bradley (Susanna Mucha). Das Videophantom spricht mit Vocoder-Alien-Stimme. Technisch brillant gelöst.Diskussion mit einem Außerirdischen

Wir dürfen das Wesen befragen, der Kommandant (Peter Stemler) leitet weiter: Woher kommst Du? Diskussion mit einem Außerirdischen. Eine Ethikdebatte um Hunger, Armut, Krieg und Elend. Droht die Katastrophe oder verdient der Mensch eine zweite Chance?

Aus kosmischer Warte fragt "Jupiter 13" nach unseren Werten und der Verantwortung jedes Einzelnen. Stimmig in Szene gesetzt (Regie: Peter Adrian E. Krahl), die Ausstattung ein Hingucker. Und: Wählt das Publikum die Marsroute, nimmt das Stück einen anderen Verlauf!

Geeignet für alle ab zehn Jahren. Karten-Infos unter Tel. (02305) 97 80 20.

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