Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Abschied nach 75 Jahren

15.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Abschied nach 75 Jahren

1600 Kriegsgefangene liegen auf diesem Friedhof in Odessa begraben.Leusbrock

Nienborg. Der Nienborger Anton Gesenhues musste während des Zweiten Weltkrieges als Soldat kämpfen. Er war an der sogenannten Ostfront stationiert. Genauer gesagt in Odessa, einer Hafenstadt im Süden der heutigen Ukraine. Vor 75 Jahren – am 3. August 1944 – wurde er als vermisst gemeldet. Erst 60 Jahre später, im Jahr 2004, erfährt seine Familie, dass Anton Gesenhues im Dezember 1944 verstorben war.

Zwar hatte man nun Gewissheit, allerdings trotzdem keinen Ort, an dem man ihm die letzte Ehre hätte erweisen können. Weitere 15 Jahre vergingen, bis Anton Gesenhues’ Enkel Winfried Leusbrock endlich eine Spur hatte. Er nimmt Kontakt mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf. Mithilfe des Volksbundes fordert er Akten aus der ehemaligen Sowjetunion über die deutschen Kriegsgefangenen an. Er erfährt, dass sein Großvater im Gefangenenlager Nummer 159 in Odessa festgehalten wurde. Am 7. Dezember 1944 starb Anton Gesenhues mit 38 Jahren im Lazarett. In der vergangenen Woche machten sich Winfried Leusbrock und sein Onkel Franz Gesenhues mit seiner Frau Hedwig und seinen Söhnen Frank und Reinhard auf den Weg an die Schwarzmeerküste, um doch noch Abschied zu nehmen.

Lesen Sie jetzt